Das bleibt jetzt so

Der Podcast mit Sven Friedrich und Chris Pohl

Messen statt denken mit Dr. Mark Benecke

oder: Die gefühlte Hantelbank

15.05.2026 108 min Sven Friedrich, Chris Pohl, Mark Benecke

Zusammenfassung & Show Notes

Heute bei uns zu Gast: Dr. Mark Benecke! Es geht um ungefähr 100 Themen, die alle spannend sind.

In unserer 3. Episode haben wir bereits einen Gast, den wir beide sehr schätzen und mögen: Dr. Mark Benecke! Wir sprechen mit ihm über viele seiner Themengebiete, gelangen auf wundersame Weise aber häufig zurück zum Thema Musik. Natürlich stellen wir ihm auch Eure Fragen, die Ihr uns so zahlreich geschickt habt. Für die Haupt-Themen haben wir in dieser Folge Kapitelmarken hinzugefügt, damit alles einfacher zu finden ist.

Triggerwarnung:
Es geht an einer Stelle auch ums Thema Suizid. Wenn Dich solche Gedanken plagen oder Du in Deinem Umfeld mit solch einem Problem konfrontiert bist, wende Dich an die Telefonseelsorge, die entgegen dem Namen über sehr viel mehr Kontaktmöglichkeiten verfügt: https://www.telefonseelsorge.de/sorgen-themen/suizidpraevention/

Ein riesiges Dankeschön an Mark für seine Zeit und Offenheit und an seine Mitarbeiterin Tina für die Koordination!
Viel Spaß bei der Folge!
Original Cover Foto mit freundlicher Genehmigung von benecke.com

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Transkript

So, einen schönen guten Tag. Das bleibt jetzt so, meldet sich zurück und wir haben heute ein unglaublich tollen, berühmten und würde ich mal sagen A-Promi-Gast dabei, nämlich Dr. Mark Benecke. Herzlich willkommen. Guten Tag. Ich würde mich eher als Z Promi sehen, gegen euch vor allen Dingen. Da bin ich wahrscheinlich eher ein Staubkorn oder sowas. Na, das würde ich nicht so sagen. Genau. Und Chris ist natürlich auch dabei. Ja, ich bin auch da. Genau. Sehr schön. Mark. Schön, dass du dir noch mal die Zeit nimmst. Das ist wirklich sehr toll von dir. Hattest du heute schon viele Podcast Aufnahmen? Ich werde noch viele haben. Genau, heute ist Podcast Tag und ich hatte schon befürchtet, dass meine Stimme irgendwie zu rau ist, aber die Ines meinte, das klingt ja dann auch sonor und irgendwie cool. Also insofern ist das auch okay. Sehr schön. Auf jeden Fall ein bisschen sexy, muss man sagen. Ja, ja, ich weiß das ja. Also Sven, du hast mir ja mal so Lutschtabletten gegeben, dass wenn man einen rauen Hals hat, dass man dann trotzdem noch sprechen oder singen kann. Das ist aber. Chris, was ist dein Geheimnis, wenn du mal deine Stimme am Arsch ist und du singen musst? Ja, tatsächlich auch Lutschtabletten, so langweilig das klingt, aber ich habe da auch so meine Tabletten, die ich dann da mal gerne lutsche, um den Hals zu befeuchten sozusagen. Also ich finde das irre, dass das klappt bei euch. Ich könnte das nicht, aber gut, bei dir klappt es nicht so mittel. Also meistens muss ich irgendwie so. Ich kann das nicht so richtig beschreiben, aber ich muss so. Es fühlt sich an, als ob ich den Hals zusammenpresse. Wahrscheinlich hat das irgendwas mit dem, keine Ahnung, Stimmbändern oder sowas zu tun. Aber das ist total anstrengend. Das ist wie Sport oder so. Also wenn ich dann anderthalb Stunden geredet habe, dann fühle ich mich, als ob ich anderthalb Stunden lang Handeln gehoben hätte oder so. Also nicht, dass ich schon mal Handeln gehoben hätte. Ich weiß nicht, wie das ist, aber so, wie ich mir das vorstelle, wahrscheinlich genauso. Ja, aber kann ich nachvollziehen. Also das ist schon anstrengend, wenn man eine Weile gelabert hat hier so. Ich bin ja auch noch nicht so Podcast erfahren. Danach denke ich auch immer so, wow, hast du wieder was geschafft. Ne, das stimmt. Der Chris redet ganz ungern sitzt immer nur, schweigt total im Keller. Ja. Bist du denn aufgeregt, jetzt Chris in dem neuen Podcast zu sein? Also jetzt bei der zweiten Folge, die wir schon aufgenommen haben, da ging's bei der ersten Mai tatsächlich ein bisschen aufgeregt, das muss ich schon sagen. Hat sich aber eingespielt, glaub ich. Bei der zweiten waren wir schon besser und wir werden hoffentlich, also ich werde immer besser, hoffe ich. Sven ist ja schon gut. Also der ist ja schon Profi. Ja, aber trotzdem, das ist ja trotzdem immer wieder neu und dann ist es für mich auch ganz neu. Und in dieser Dreierkonstellation hatten wir das ja auch noch nie. Und da bin ich natürlich nervös. Also nervös sind wir, glaube ich, alle. Gerade eine Fanin von euch hat übrigens mir mitgeteilt, dass sozusagen der vorige Podcast und jetzt dann auch euer neuer Podcast das einzig sichere ist, was sie in ihrem Leben so als sicher wahrnimmt. Also ihr müsst für immer weiter podcasten, ihr dürft nicht aufhören, weil das manchen Menschen offenbar so viel bedeutet und auch so viel in einem guten Sinne Sicherheit gibt, dass ihr, dass er da unverzichtbar sei. Ja, okay, Wahnsinn. Dann haben wir jetzt eine Aufgabe. Genau. Und deswegen bin ich auch Chris tatsächlich so dankbar, dass er da auch mit mir zusammen sozusagen jetzt dieses neue Kapitel macht und wir halt podcasten können. Sehr schön. Sag mal, das letzte Mal, als wir gesprochen haben, Mark, da war es so kurz vor der Bürgermeisterwahl, glaube ich, du bist ja leider nicht Bürgermeister von Köln geworden. Zum Glück. Zum Glück. Ich hätte mich auch gefragt, wie du das doch weiter, also wie du das auch noch gebacken kriegen würdest, Aber ich bin mir auch sicher, du hättest es trotzdem geschafft. Wartet, Enttäuschend oder war das irgendwie, wie war das für dich? Also für mich war es nicht so enttäuschend. Also es ist so, man kann als, wenn man so will, als der andere Bürgermeisterinnenkandidat kannst du hier in Köln, das habe ich auch schon geschafft, 7,2 Prozent oder so, kannst du eigentlich locker holen. Und wenn man es jetzt noch ein bisschen mehr auf die Zielgruppen zuschneiden würde, was wir nicht machen, weil wir wollen ja von der Partei möglichst viel Unruhe stiften und Unterbrechungen und Chaos und so. Aber wenn man das machen würde, da gibt es auch so Agenturen dafür, die das machen. Das hat zum Beispiel eine der sehr großen Parteien in Deutschland hat das gemacht. Die lassen sich dann von so Agenturen, lassen sie immer die entsprechenden Stichwörter liefern, die durch Umfragen dann ermittelt werden und das verwenden die dann auch. Und wenn man sowas macht, dann kannst du auch mehr noch kriegen. Aber es war interessant zu sehen für die anderen, weil diesmal bei der Wahl waren wir sehr, sehr, sehr viele Anwärter und Anwärterinnen, nicht wie letztes Mal, wo ich dann die ganzen Stimmen von allen, die irgendwie unzufrieden waren oder was anderes mal wollten, die habe ich auf mich versammelt und die, die haben, das war lustig, also die haben wirklich bis zuletzt gedacht, sie könnten Bürgermeister innen werden gegen die großen Parteien, die da angetreten sind. Und die waren, glaube ich, echt, ich will nicht sagen richtig enttäuscht, aber die waren verwundert, dass sie dann natürlich, weil sich jetzt diese Nebenstimmen, die sich nicht auf die großen Parteien verteilen, die haben sich jetzt natürlich auf unsere, auf unsere ganzen Sonderkandidatinnen da verteilt und die waren erstaunt, dass sie dann sozusagen nur 1, so viel Prozent oder so hatten Und die haben auch richtig ganz ernst haben die sich vorgenommen, was sie dann machen werden, sobald sie Bürgermeister sind und so. Und ich glaube schon, also sie haben es natürlich jetzt mit Fassung getragen, so war es jetzt nicht, aber sie waren, hat man schon gemerkt, sie waren schon ein bisschen angefressen. Aber das passiert halt. Und ich meine, ich bin ja schon seit, weiß ich nicht wie lange, seit, ich weiß nicht wirklich seit 20 Jahren oder so Vorsitzender des größten Parteiverbandes der Partei, Die Partei in Nordrhein Westfalen, oder ich weiß nicht seit wann, aber sagen wir mal ungefähr, könnte sogar hinhauen, oder? 10 bis 20, ja genau. Und deswegen weiß ich das schon. Ich sorge dafür, dass so viel Chaos entsteht, dass man da überhaupt nicht gewinnen kann. Also das müsste dann schon wirklich passieren, dass derjenige am Tag vor der Wahl, wenn es keine Briefwahl gäbe oder diejenige, dass die so eine Scheiße bauen, also sich rausfällt, dass die irgendein mega Betrug, den auch niemand mehr jemand nachsehen kann oder so, dass das passiert, dass dann auf einmal mehr oder weniger durch Zufall das passiert. Bei der letzten Wahl war es ja so, dass unsere bis 10 Jahre, die dann 10 Jahre lang Oberbürgermeisterin war, die Frau Reker, die ist ja in den Hals gestochen worden und da wäre es eventuell so gewesen, dass sie dann einfach ausgefallen wäre als Bürgermeisterin. Das ist schon mal passiert. Da ist einer hier auch in Köln, der ist an einem Herzinfarkt verstorben und dann purzeln einem die Stimmen auf einmal zu oder wie soll ich sagen, dann geht das in der Rangfolge so runter. Ich weiß aber nicht, ob die großen Parteien das dann nicht auch anfangen würden und sagen würden, also so geht das jetzt nicht. Und da wir natürlich jetzt keine gerichtliche Auseinandersetzung über sowas vom Zaun brechen, habe ich dafür gesorgt, dass ich nicht Bürgermeister werde. Ist ja auch ein gefährlicher Job irgendwie, wenn die da an Herzinfarkten und alles möglich versterben und Gott, Mark macht es nicht, werd nicht Bürgermeister. Ne, ganz genau, richtig. Das ist ein schlechtes Omen. Ich habe stattdessen habe ich lieber mal eine größere Menge Geld in die Hand genommen und habe mir was Schönes verwirklicht oder ermöglicht. Ich habe dann einfach unsere zentrale Haltestelle, das gibt es ja jetzt in Berlin nicht so, da gibt es ja nicht einen zentralen Punkt, Okay, man könnte, ich könnte sagen der Potsdamer Platz, aber das trifft es eigentlich auch nicht, weil es so viele Zentren gibt. Aber bei uns gibt es den Neumarkt in Köln und der Neumarkt, da muss jeder durch. Und da habe ich einfach eine komplette Seite von der U Bahn Haltestelle, habe ich mit riesigen Plakaten, also den größten, die es überhaupt gibt, plakatieren lassen und da stand dann einfach nur drauf, wählt mich und mein Gesicht und alleine das hat mir schon gereicht, dass ich das machen konnte, war genug. Ansonsten hast du natürlich auch immer, naja, so Themen, man fragt sich dann immer, er will es wirklich, er will eigentlich nicht Bürgermeister werden. Du hast halt immer unbequeme Themen angesprochen, so Sachen, die die Leute nicht hören wollen und so. Und ich denke so, es ist eigentlich toll, dass es jemanden gibt, der das alles sagt und irgendwie sich da gar keine Rübe macht. Es gab eine verrückte Wendung. Es gab eine total verrückte Wendung und zwar der Dombaumeister. Das ist in Köln die wichtigste Person, also danach kommt nichts mehr. Der Kölner Dombaumeister ist sozusagen soziale, kulturelle, geistige Oberhaupt der Stadt sozusagen. Und der schrieb mich dann an vor der Wahl, ob er nicht mehr eine Peter Füssenich heißt, sehr, sehr netter, also unglaublich netter Mensch. Und der sagte dann, er würde mir gerne eine persönliche Führung geben und das ist wirklich was ganz ganz ungewöhnliches, weil es gibt sehr viele freiwillige Führer innen, die das auch sehr schön machen und das ist natürlich total geil. Und dann habe ich das natürlich sofort ja gesagt für den Tag oder zwei Tage nach der Wahl und habe gesagt, aber es kann aber sein, dass ich nicht Oberbürgermeister werde. Also wenn du jetzt hoffst, dass dadurch gute Connections entstehen, dann sage jetzt schon, dass das wahrscheinlich nicht selber. Nein, nein, nein, ist überhaupt kein Problem. Es stellt sich raus, ich bin derjenige, der im Wahlkampf etwas gefordert hat, was eigentlich gar nicht geht. Ich habe nämlich gefordert, freie Sicht auf den Kölner Dom vom gesamten Planeten Erde aus. Und das habe ich also als ersten Punkt, das war auf Platz 1 meiner Liste und das fanden die irgendwie so gut, dass sie mich jetzt also auch aus anderen Gründen lieb haben. Hätte ich auch nicht mit gerechnet, dass das so eine schöne gute Wendung nimmt. Super gute Idee. Sag mal, wir haben wieder Fragen von vielen Leuten bekommen. Wenn du damit okay bist, dann können wir mal ein paar an dich weiterleiten, weil die sind alle für dich. Also insofern, wir haben da echt. Ja gerne, klar. Und zwar erstmal so Thema Musik und schwarze Szene und so weiter. Wie ist es damals gekommen, dass du beim Amphi Festival die Moderation machst? Wie kam das zustande? Das fragt die Jessica. Tja, das ist eine gute Frage deswegen, weil ich bin bei allen Amphi Festivals, die es bisher gab, war ich also auch beim allerersten, da war ich noch so ein kleiner schüchterner Gothic Junge, der alleine dahin gegangen ist. Das ist jetzt gar nicht so lange her, aber ich war sehr lange ein kleiner schüchterner Gothic Junge. Und also das ist 20 Jahre, nicht 20 Jahre Corona muss man dazu zählen, also wahrscheinlich 22 Jahre oder so her. Und deswegen heißt auch Amphi Festival, weil das damals im Ruhrpott in so einer Art Amphitheater war. Gelsenkirchen, Genau, in Gelsenkirchen, genau. Und achso, warte mal, der Chris hat doch da gespielt beim ersten Amphi Festival habt ihr da nicht gespielt. Das kann sein. Ich weiß es ehrlich gesagt nicht mehr. Also ich weiß, dass ich da auf jeden Fall war. Ich hab da auch gespielt auf jeden Fall. Also dann wart ihr jedenfalls sehr früh da, weil dann ist es ja nach Köln umgezogen. Genau. Ja, stimmt. Eigentlich waren alle unsere Freundinnen aus der Szene waren da. Spock, kann ich mich erinnern, die Krupps sogar. Also alles möglich. Naja, jedenfalls Ich habe das immer damals auch schon gepostet und so und die Zeitschriften, also ich weiß nicht, ob sie Zillo da noch gab. Wie lange gab es die Zillo? Wisst ihr das? Gute Frage, aber vielleicht gab es ja noch. Und dann auf jeden Fall Orkus und Sonic und da hat die Orkus insbesondere hat schon irgendwann fanden die das interessant, dass ich da rumgurke und da gibt es super viele Beiträge. Also ich habe mir die aufgehoben, die ganzen Hefte, weil ich das selber so, weiß ich nicht, angenehm und interessant fand. Und auch die Interviews, weil ich weiß nicht, ob ihr das wisst, aber ihr, also auch jetzt auch Chris, aber auch viele andere von den Gothic-Künstlerinnen haben im Laufe der Jahre sehr viele sehr sehr sehr ehrliche Interviews gegeben. Also auch über zum Beispiel Depressionen und persönliche Erfahrungen, schlimme Erfahrungen und angenehme Erfahrungen. Das gibt es wirklich nur in der schwarzen Szene. Und deswegen habe ich mir immer die ganzen Hefte auch aufgehoben. Und ich denke so ist das dann irgendwie an einen, der ist leider jetzt nicht mehr beim Amphi, der ist sehr sehr nett, das ist der Elmar, der ist ein Liebhaber scharfer Soßen, der ist, hat mich einfach mal irgendwann gefragt und dann sind halt auch noch andere dazugekommen, weil, also ich meine, ich habe da nichts zu sagen, das ist jetzt nicht so wie ihr, ihr habt ja noch irgendwie was zu sagen oder so ein bisschen zumindest auf Festivals, aber wir lassen das immer alle so als Moderator innen lassen das immer so ein bisschen fließen. Und dann habe ich aber immer gesagt, ich fände es eigentlich auch cool, wenn andere das mitmachen würden, weil es gibt ja mehrere Bühnen und ich kenne auch die, manche von den älteren Bands kenne ich auch nicht so gut, sondern eher so dann Elektrobands oder Elektro Pop und sowas. Und dann hat sich das ganz schön zusammengestellt und am Ende habe ich dann auch mal durchsickern lassen, dass ich es gut fände, wenn eine Frau mitmachen würde. Das haben wir auch geschafft dann. Und so hat sich das einfach irgendwie ganz, also wie soll ich sagen, wie so ein Bäumchen entwickelt, was in jede Richtung sich hätte entwickeln können. Und das finde ich auch gut und das möchte ich auch so. Also manchmal kommen auch Leute, die würden das gerne ein bisschen mehr planen und ein bisschen mehr Strategie machen und ein bisschen mehr dies und das aufbauen, aber das mache ich privat nicht, das mache ich beruflich nicht und das mache ich ich auch beim Festival nicht. Also zum Beispiel jetzt bei diesem die haben mit mir überhaupt noch nicht geredet für dieses Jahr vom Amphi. Also keine einzige E Mail habe ich jemals bekommen und dann denke ich mir, okay, vielleicht haben sie es vergessen, vielleicht denken sie aber auch es ist selbstverständlich natürlich. Also keine Ahnung, schauen wir einfach mal. Ja, also ich bin mir da sehr sicher, dass du da fest eingeplant bist, wie immer. Also ich muss dazu sagen, wir machen das ja alle gratis. Also alle Moderationen sind ja immer gratis. Also bei allen Festivals, also beim WGT ja auch, da bin ich ja manchmal auch Überraschung, Moderator und so weiter. Das ist also nicht bezahlt oder so, das muss man für die Fans vielleicht auch mal sagen, sondern wir sind in Wirklichkeit sind wir Moderatorinnen sind einfach nur Fans, weswegen ich das auch lustig finde, dass ich jetzt euer Gast bin. Also eigentlich müsste ich euch interviewen, nicht umgekehrt. Und so gehen wir auch da immer ran. Also ich gehe zu allen Bands, zum Beispiel Lord of the Lost, die kenne ich seit dem ersten Tag oder so, aber ich bin einfach sozusagen befreundet mit denen und andere Moderatoren sind mit älteren Bands einfach befreundet. Nicht jetzt so, dass man sich trifft zum Essen oder so, so jetzt nicht, aber so, dass man sich jederzeit, wenn man sich triff, einen angenehmen Tag zusammen verbringen könnte, wenn man Lust hätte. Und das ist mir auch wichtig, dass das so eine Sache bleibt, die ihr die Bands, ihr seid die einzigen, um die es geht. Ihr steht auf dem T Shirt, ihr steht auf dem Plakat, ihr seid diejenigen, die mit den Fans zu tun haben und wir sind halt einfach nur so, wir sorgen so ein bisschen dafür, dass das Ganze so ein bisschen Struktur kriegt oder Leute, die noch nie auf dem Festival waren, dass sie wissen, wo die Klos sind und was das jetzt für eine Band ist, die da kommt mir auch sehr wichtig und lauter solche Sachen und dass die einfach, wenn Probleme auftreten, dann wissen die, wen die ansprechen können. Das soll mehr so ein Service für euch sein. Ja, der ist auch ziemlich gut. Also deswegen findet immer schön. Also wir treffen uns ja da auch meistens und findet auch immer sehr schön, muss ich sagen. Generell finde ich es ganz gut, wenn da einfach Moderation dazwischen ist. Also ich weiß gar nicht, ob es Festivals gibt, wo keiner moderiert, aber so ein bisschen Moderation gibt Doch klar, früher war das üblich im Ruhrpott Zum Beispiel die ersten Festivals, die ich da gesehen habe, zum Beispiel mit SatD, Werder, Blutengel, glaube ich. Dann gab es noch so eine Band, wie hieß die Band hier, Chrissy, mit denen hattest du mal was zu tun. Die haben, das war eine amerikanische Band, die vor 20 Jahren wollten die mal irgendwie ein bisschen in Deutschland auch was rocken. Ach, habe ich vergessen. Und da war das, da gab es überhaupt keine Moderation bei solchen Festivals. Man wusste teilweise gar nicht, welche Band es war, weil die das teilweise auch gar nicht per Beamer oder per Banner eingeblendet haben. Das war meistens so Elektro und das fand ich nicht schlimm. Aber als kleiner Gothic Boy dachte ich mir, es gibt kein Programm. Also auf dem Poster steht drauf, also es kann nur eine dieser drei Bands sein oder vier. Ja, aber welche? Inzwischen hat er jedes Festival fast eine eigene App irgendwie, wo du gucken kannst. Die WGT App ist ja jetzt reloaded, gerade heute gepostet worden. Reload der WGT App. Genau. Das macht natürlich beim WGT auch tierisch Sinn, finde ich irgendwie, weil das ist ja dann schon recht. Also anders geht es überhaupt nicht. Wie willst du dich da durchfinden? Früher ging es auch irgendwie, aber es war schon immer beschwerlich. Ja, aber mein Trick war, ich bin meistens einfach auf der AGRA geblieben. Also das ist jetzt keine besonders schlaue Strategie, aber da verpasst du natürlich schon gerade so kleinere Bands irgendwie so. Also gerade so Sachen, die man halt nicht so. Ich finde das finde ich ja gerade am WGT so toll, dass du da einfach Bands siehst, die du eigentlich nicht sehen kannst. Also die so selten mal nach Europa kommen oder so oder so selten auftreten. Das finde ich insofern, ja, da lasse ich mich mitschleppen. Also wenn ich Freunde und Freundin habe, die die was Obskures kennen und ich an den Tag nicht arbeiten muss, auf dem WGT arbeite ich ja jeden Tag, wenn ich da Vorträge habe und bin auf der AGRA. Aber wenn es geht, dann lass ich mitschleppen. Also schön, oder, Oder die Bands schleppen mich mit. Ist auch schon mehrmals passiert, zum Beispiel Patenbrigade Wolf, da bin ich ja der der Patenbrigade Arzt oder beim Chris bei Meraluna war ich der Fackelträger mal, da habe ich eine Fackel im Hintergrund getragen und so weiter. Und dann haben die Bands einfach eine lustige Idee und dann mache ich das einfach und dann sehe ich automatisch was, weil zum Beispiel beim WGT, da wo die Partner dieses Jahr spielen sie auf der großen Bühne in der Agra, glaube ich, aber die haben auch mal in so einem winzig kleinen Club gespielt und da kommst du ja nicht mehr rein und nicht mehr raus und dann bist du da eingepfercht mit den ganzen schwitzenden Menschen und dann habe ich mir natürlich auch die anderen Sachen angeguckt, das ist klar. Sogar Suicide Kommando war auf so einer winzigen Bühne in dem Jahr. Ja. Und dann kannst du dir sagen, okay, bevor ich jetzt noch mal quer durch die Stadt mit der Straßenbahn fahre, irgendwie eine Stunde lang, kann ich jetzt genauso gut hierbleiben und weiter schwitzen. Also, oder letztes Beispiel, mich hat mal eine Freundin mitgeschleppt, die meinte so, das musst du sehen, das ist ein, diese Neovolk Kuppelhalle, die beim WGT ist, wo ich normalerweise überhaupt nicht hingehe. Und da hatten die so eine Art Ritual gemacht mit so Glöckchen und so Moll Akkorden und hinterher stellte sich raus, dass das irgendwie auch was, keine Ahnung, so vielleicht irgendwas dunkel religiöses sein sollte oder so. Und das war absolut eindrucksvoll. Oder einer vom WGT hat von den Orga Leuten hatte sich mal eine Band gewünscht, die habe ich vorher nachher nie wieder gesehen. Die haben auch so ganz finsterstes Moll Zeug gemacht und die haben die gesamte Band überspannt mit einem Halbdurchläss Tuch und haben auf das Tuch über das komplette Orchester haben die dann so Geister drauf projiziert und so. Und ich meine, keine Ahnung, ich weiß noch nicht mal, wie die gehiessen haben, aber das werde ich nie in meinem Leben vergessen. Also das stimmt, du hast recht, man sollte unbedingt zu den kleinen schrägen Bands gehen. Klar, Das ist absolut richtig. Richtig, ja. Da wäre ja auch schon jetzt die nächste Frage, die Iker mal vorlesen könnte von der Nancy, nämlich auch Konzert bzw. Festival, in dem Falle Konzert. Was ist denn, Mark, dein bisher schönster Konzertbesuch in Klammern außer Blutengel? Ne, steht da nicht. Also generell, was ist dein bisher schönster Konzertbesuch gewesen? Es sind halt immer, sagen wir mal, es sind so Momente, also sagen wir jetzt mal ruhig, also fangen wir mit Blutengel an. Natürlich, das war, als ich das das erste Mal gesehen hab, gesehen habt, wie ihr da mit dem vermutlich Kunstblut, ich weiß es natürlich nicht, Ja vermutlich, dass ihr da auf der Bühne einfach so eine ganz direkte, ehrliche, ja wie soll man sagen, Vampir Gothic Sache abzieht und das auch nicht ironisch spricht, weil bei den Moderationen machst du ja oft auch so Witze und so, aber das ist dann halt nicht gebrochen. Und das finde ich, das fand ich extrem eindrucksvoll schon ganz am Anfang. Oder was ich zum Beispiel bei Solarfake oder bei Covenant absolut eindrucksvoll immer finde, in den Momenten, wo das stattfindet, ist dann zum Beispiel diese unglaublich freundliche Zuwendung, die hin und her schwappt zwischen dem Publikum und den Bands. Das haben auch nicht alle Bands zum Beispiel, also sagen wir mal Oomph. Früher und heute, da sind die Leute einfach begeistert. Also die gehen auf die Bühne, die können sie wahrscheinlich nachts um vier aus dem Bett holen und dann würden die genauso die Tofu Scheibe da von der Dinkelschrippe ziehen. Aber das ist halt, also da toben auch alle, aber das ist ganz anders. Also bei Covenant, Solar Fake und so weiter, da wabert das so wunderbar hin und her, Das finde ich total abgefahren. Beim S Kill denke ich auch, manchmal ist dem sein Gehirn anders gebaut als von anderen Menschen oder so, ich habe keine Ahnung. Oder beim Sven auch, dass das so, das trifft immer den Ton, das ist unfassbar. Also wie kann man auf so vielen verschiedenen Festivals immer den Ton treffen. Aber es gibt natürlich auch andere Sachen, wie zum Beispiel bei den Neubauten, die habe ich mal in New York gesehen und da ist jemand, der hatte ursprünglich in Berlin gewohnt und war dann nach New York gegangen, Künstler und dann wieder nach New York und den kannten die Neubauten Und dann, das war in den ERN, da haben die im Bowery Ballroom gespielt und da habe ich gewohnt damals und dann bin ich da einfach natürlich hingegangen und das war total abgefahren. Und dann hat er, also wir dachten damals alle, die Neubauten hätten das erfunden mit Kies rumschütten und auf Rohre trommeln. Oder die Jüngeren dachten, die Depeche Mode hätte das erfunden natürlich. Und dann stellte sich aber raus, der Urvater war der, der hat das als erstes gemacht, der hat damit Instrumenten gespielt, die habe ich vorher nachher nie wieder gesehen. Das waren alle, also ich sag jetzt mal Rohre, Späne und alles mögliche an Zeug und sowas. Das sind immer so Momente, finde ich, die dann unvergesslich bleiben bei Konzerten. Also Stimmungen würde ich jetzt mal sagen. Okay, Wahnsinn. Ja, und an diese Frage hier schließt sich aber dennoch was an. Also ich weiß nicht, ob du es überhaupt so sagen kannst, aber die Frage geht an uns alle von der Nancy, ob wir überhaupt eine Lieblingsband haben. Also kann man das so sagen? Hast du, Mark, eine Lieblingsband, wo du sagst, also die immer und das ist es, oder? Ja, Lieblingsband würde ich nicht sagen. Also mein Problem ist, ich weiß nicht, das kennen viele der Zuhörerinnen und Zuhörer, die vielleicht ein bisschen neurodivers sind auch. Also ich höre halt sehr oft immer dasselbe. Also ich kann Sachen auch tausendmal hören oder 2000 mal, das ist für mich überhaupt kein Problem. Ah, der Sven sagt schon, ja, okay, ich kenne das auch. Ein gutes Album höre ich wirklich tausende Male irgendwie, wenn es gut ist. Es geht mir nie auf den Sack. Also das wäre für mich. Ich will aber nicht sagen, das ist meine Lieblingsband, so meine ich das überhaupt nicht. Das hat eher was damit zu tun, wie ich schon sagte, welche Gefühle und Nicht Gefühle, welche Stimmung insgesamt herrscht. Oder dazu könnte man zum Beispiel, Das ist überhaupt nicht meine Lieblingsband, Kiew zum Beispiel, aber ich find das total abgefahren, wie der da. Ich glaube, der ist irgendwie kurzsichtig oder sowas, Ich weiß nicht was. Oder irgendwie kaut sich jedenfalls und wieder da über diesem Mini Mischpult hängt, Ihr wisst das wahrscheinlich besser. Und einfach so, als ob überhaupt keiner da wäre und dann diese Klänge da in den Raum reinzaubert. Das finde ich total abgefahren. Oder Goethes Erben natürlich mit diesem Riesen, mit diesem Riesenaufwand und diesen fantastischen Emotionen. Ich weiß überhaupt nicht, wie Menschen so viele Gefühle haben können. Das finde ich total eindrucksvoll. Aber von denen, wo ich die Platte immer dieselbe höre oder die Platen, das ist Pulp. Also die haben zum Beispiel jetzt eine Platte gemacht, eine neue, relativ neue und die letzten zwei, also es gab eine, die ich nicht so gut fand, die zwei davor. Aber das ist überhaupt aus mir unbekannten Gründen. Zählt das überhaupt nicht zu Gothic. Ich weiß nicht warum, Weil das eigentlich, wenn du the Gathering nimmst oder so was, die auf Gothic Festivals spielen, da sagt man nicht, das ist zu poppig und Bei Pulp sagt man halt, das gehört nicht dahin, dass das ist Britpop oder so. Also so würde ich das sagen. Aber es gibt, ich meine, das werdet ihr wahrscheinlich vermutlich jetzt gleich auch sagen, natürlich keine Lieblingsband, sondern eher eine, die einen stark prägen. Pink Floyd habe ich noch live gesehen, persönlich mehrmals und so. Das ist natürlich, das vergisst du nicht. Für heutige Maßstäbe ist das natürlich gar nicht so irre. Aber damals das erste Mal ein quattrophones Konzert in einem Stadion. Zu hören, also Rammstein macht es natürlich auch jetzt, das ist klar, aber das ist ja ewig her. Und dann zu sehen, wie die da damals hatten, die noch dieses riesige aufblasbare Schwein, was dann einfach durchs Publikum geflogen ist und lauter solche Sachen, die jetzt heutzutage, wie gesagt, von Rammstein jeder kennt, wo der Till dann diesen Pfeil da rumschiesst und die Engelsflügel hat und so weiter. Aber sowas prägt einen halt. Aber das könnt ihr wahrscheinlich besser sagen, weil ihr Musiker seid, was euch so prägt oder was ihr als Lieblingsbands habt. Genau. Sven, deine Lieblingsband? Naja, ich hatte das in der gerade aktuellen Folge schon mal erwähnt. Also ich habe tatsächlich eine Lieblingsband und das ist Metric. Das ist eine kanadische Band irgendwie mit einer tollen Sängerin. Da bewundere ich halt wirklich einfach das Songwriting und die Texte und die Wandlungsfähigkeit der Stimme und eigentlich alles. Und wie seit ich, hat es letztens schon erzählt, ich bin immer furchtbar deprimiert, weil ich irgendwie weiß, dass ich ich niemals da rankommen werde, was die da so leisten irgendwie. Also das ist tatsächlich so. Aber ich habe natürlich wahnsinnig viele Bands, die mich inspirieren und die mich geprägt haben oder auch in meiner Kindheit und Jugend tierisch geprägt haben. Also klar, so was wie logisch wie Cure und Joy Division und so weiter. Und das höre ich auch immer noch total gerne. Also da freue ich mich jedes Mal, wenn ich das höre. Aber jetzt so aktuell wirklich so das, wo ich wirklich jederzeit, wo mich jemand jetzt anrufen könnte, sagen, wollen wir kurz zum Konzert gehen? Ich würde sofort ja sagen, egal was ich gerade mache, glaube ich nur bei Metric. Wie ist denn bei dir, Chris? Bei mir ist es echt schwierig. Also ich höre tatsächlich wenig Musik, was immer sehr komisch ist für einen Musiker vielleicht oder auch nicht Ich weiß es ja nicht, aber so wirklich auch, ich habe auch jetzt ein Problem, jetzt eine Lieblingsband rauszupicken, wie du schon sagst, also die man bewundert oder die, die einen vielleicht inspiriert haben. Also ich würde immer wieder Nine Inch Nails nennen, weil das so irgendwie meine ganze Anfangszeit war, so mit Pretty Hate Machine und so weiter, wo ich dachte, so krass, wie man das so, also schon irgendwie eingängig und was hat der Typ für eine Stimme und was kann der alles? Und so ein Arschloch Typ, der irgendwie alles kann, der kann singen, der kann gute Songs schreiben, gute Texte schreiben, wie du schon sagst, wo man dann selber so ein bisschen, würde ich ja auch gerne und hab mich dann damals auch bei Terminal Choice immer dachte, ja komm, sowas krieg auch hin, habe ich nicht hingekriegt, aber das war so was, was ich bewundere. Ansonsten, ja, so Lieblingsbands, also ich habe so eine, also Everlast, was die wenigsten kennen, das ist der ehemalige Sänger von House of Pain, das ist sowas, was ich zum Beispiel auch immer hören kann. Also da habe ich auch irgendwie alle Alben und das ist so für mich so Autofahrmusik, wo ich sage, da kann ich mich in dieser Musik verlieren. Der macht eigentlich so Singer Songwriter amerikanischer Art und so ein bisschen, ja, ich weiß gar nicht, wie ich es beschreiben soll. Ein bisschen Hip Hop Elemente sind auch immer noch drin, aber der hat so eine krass geile, tiefe Stimme, wenn der singt, dann bin ich sofort dabei, dann höre ich zu und denke so, oh ja, komm, erzähl mir mehr. Das mag ich halt auch gerne. Und ansonsten, wie gesagt, höre ich vieles gerne, auch was ich letztes Mal gesagt habe, so Hollywood Undead, ich mag Falling in Reverse, ich mag Bad Omens, das ist sowas, was ich immer gerne wieder höre. Ob das jetzt alles meine Lieblingsbands sind, ja, weiß ich nicht, aber ich glaube auch so wie du gesagt hast, Everlast, also wenn die jetzt hier irgendwie spielen, würde ich sofort, ey, muss ich sehen, habe ich erst zweimal gesehen und würde es gerne noch mal sehen, weil wir doch alt sind. Solltet ihr vielleicht noch Schallplatte, ja oder nein? Hört ihr eure Bands gerne von Schallplatte oder ist euch das egal? Also wenn ich anfangen darf, ja gerne. Wir machen ja auch irgendwie mit dem Vinyl und ich weiß, ich mache mir doch immer sehr, sehr viel Mühe mit dem Master für die Vinylsachen und so. Ich selber, also meistens höre ich halt Musik in Situationen und setze mich nicht hin, nur um Musik zu hören tatsächlich. Ich glaube, wenn ich mich nur hinsetzen würde, um Musik zu hören und nichts anderes dabei zu tun, dann fände ich es wirklich toller, das auf Vinyl zu hören. Aber ich mache das meistens, also unterstützt immer eher irgendwelche Handlungen von mir oder irgendwelche Situationen oder so. Und da finde ich es dann doch zu unpraktisch. Also irgendwie, da bin ich komplett bei dir. Also es geht mir genauso, diese Hinsetzen oder wirklich so wie früher, wie ich das kannte, wo du dann irgendwie dir Schallplatten gekauft hast, bist nach Hause gekommen und hast dich dann da hingesetzt, hast diese riesen Cover der Schallplatte in der Hand gehabt, dass die Texte, wenn sie denn drin standen, mit dir lesen und dann dieses Knacken, wenn die Nadel auf das Vinyl geht und so, das fand ich super, mache ich aber heute tatsächlich genau wie du auch nicht, sondern da ist wirklich die Musik eben in Situationen, wie du willst. Du fährst jetzt eine Stunde Auto und machst dann deine Playlist oder sowas oder gehst zu einer Party und lässt halt irgendwie Spotify oder YouTube laufen. Also so richtig bewusst am Stück Musik hören, hab ich schon ewig nicht mehr gemacht. Habt ihr denn aus diesen Heftchen früher, weil du gerade Songtexte sagst, habt ihr früher aus diesen Heftchen, die man im Kiosk kaufen konnte, zumindest im Westen, habt ihr da die Texte gelernt von den Bands? Ich habe mit meinem Bruder immer da gesessen und wir haben dann die Texte auswendig gelernt. Das kenne ich gar nicht. Was für Heftchen? Also ich kenne die Top, wie hießen die Toptexthäfte oder so, Die waren so kleine, Ja, so relativ klein. Genau. A, A irgendwie so dazwischen und das mussten teilweise, ich komme aus dem Osten, aber Freunde von meinen Eltern aus West Berlin, die haben die immer mitgebracht und ich habe da tatsächlich dann diese ganzen Texte mitgelesen von den ganzen Pop Songs, die gerade aktuell wir auch. Chris, wieso kennst du die? Warum ich nicht? Also wenn ich nicht in der Bravo stand, dann habe ich es nicht gelesen. Ich habe ja mal fleißig Bravo gelesen. Wurden da nicht auch mal Texte abgedruckt? Ne, das ist echt spurlos an mir vorbeigegangen. Na gut. Aber der Chris kann ja manchmal auch seine eigenen Texte nicht. Das sollten wir nicht vergessen. Texte generell sind mir gar nicht so wichtig. Ja, das kenne ich aber auch so. Lass uns mal ein Thema wechseln. Wir haben, du bist ja natürlich, du bist ja auf so vielen Gebieten einfach so bewandert. Und natürlich Thema Klima und Menschen haben wir, da haben wir Fragen zu bekommen. Und zwar zum Beispiel von der Wenn du den Menschen eine einzige Frage einpflanzen könntest, die sie dazu bringt, kritischer und ehrlicher zu denken, welche könnte das sein? Also eine Frage, die sie sich wahrscheinlich selbst stellen. Da würde ich den Klassiker nehmen, der alles vereint, weil es immer endlose Diskussionen gibt. Wer ist verantwortlich? Wer muss was machen? Warum spielt das eine Rolle? Warum macht das nicht die Politik oder warum macht das nicht mein Nachbar? Oder was muss. Also ich würde immer fragen, warum streichelst du dein Haustier und isst halt andere Tiere oder lässt die tot foltern? Und das ist ja jetzt hochgekocht mit, Also ich weiß nicht, wenn ihr den podcast jetzt in zehn Jahren hört, also jetzt ist April 2026, aber jetzt gerade gibt es einen Wal, der liegt da irgendwo und da ist halt auch, da fängt die Diskussion halt auch wieder an. Ja, warum kümmerst du dich um den Wal, während du gleichzeitig ein Fischbrötchen isst? Das ist ja auch ein Lebewesen, gefoltert und gestorben worden und so weiter und so weiter. Und da ich gar keinen Bock drauf habe, immer wer muss was machen, sondern ich bin immer derjenige sagt, ja, fang halt entweder selbst an oder lass es, aber dann lass mich halt auch in Ruhe. Also ich habe keinen Bock, Diskussionen zu führen. Ich bin zum Beispiel nicht so wie der Sven. Also du hast ja noch, du bist ja noch so empfindsamer halt ein Künstler und du leidest da ja richtig drunter, dass die Leute sich so scheiße benehmen. Aber bei mir ist es eher so, ich sehe, dass jeden Tag im Beruf, wie scheiße sich Menschen benehmen, auch die sich für gute Menschen halten. Also im Krieg sind ja nur Gute, im Krieg kämpfen nur Gute gegen Gute. Es gibt ja keine Bösen im Krieg. Wenn du die fragst, sind die immer die Guten. Und deswegen, also wenn ich so empfindsam, im guten Sinne empfindsam wäre wie du, Sven, da würde ich, da würde ich kaputt gehen. Aber ich finde, zumindest kann sich jeder Einzelne an die eigene Nase fassen und dann sagen, komm, bevor wir jetzt lange philosophische, ethische, politische, soziale und kulturelle Gespräche führen, zeig mir doch einfach mal, wie du dich verhältst und dann können wir drüber reden oder es bleiben lassen. Fertig. Sehr gut. Absolut gut auf den Punkt gebracht. Sehe ich ähnlich. Genau. So, ich lese die nächste Frage vor. Entschuldigung, du hast noch was zu sagen. Ja, gerne. Nee, nee, ich habe nichts zu sagen. Ich wollte den Sven noch was fragen. Wie hältst du es denn eigentlich aus? Sven kapsel mich halt immer mehr ab. Das ist halt tatsächlich so. Also ich fand es ja bei dir auch immer so bewundernswert, dass du das, also dass du das so abprallen lassen kannst, trotzdem immer super freundlich bist mit allen und so weiter und so fort. Und ich finde das sehr bewundernswert, aber wahrscheinlich ist es wirklich so ein bisschen bei dir, wie du ja schon sagst, so eine kleine Gewöhnung oder so, da ist halt so mehr oder weniger diese wunde Stelle, die halt einfach nicht heilt Und gut, dann ist es halt so irgendwie. Ja, weiß ich nicht. Ich weiß nicht, ich tendiere dann ein bisschen dazu, mich in einer Bubble von Leuten aufzuhalten, die halt anders ticken und die ähnlich ticken wie ich. Dann ist es nicht so anstrengend, weißt du, Also so, aber das ist natürlich für dich keine Option. Ich kann das, kann das machen. Also ich kann mir aussuchen, mit wem ich, mit wem ich Umgang habe und mit wem nicht. Das ist bei dir natürlich ein bisschen schwieriger insofern. Ja, wobei ich meine, auf den Festivals lässt sich das ja auch nicht durchsetzen, dass man einfach pflanzlich fährt. Also ich sehe auf allen Festivals, wo Catering ist, sehe ich immer, dass die pflanzlichen Sachen als erste weg sind. Immer. Das sehe ich jetzt seit 25 Jahren. Und ich weiß nicht, was daran so schwierig ist, auch für die Caterer. Ich meine, das Pflanzliche ist immer als erstes weg. Was ist die Folge davon? Was lernen wir daraus? Also ich weiß nicht. Ja, ich weiß nicht. Also ich finde, da hat sich schon wirklich sehr, sehr viel getan. Und auf den Festivals, wo wir so spielen, also da gibt es immer eine unglaublich große Auswahl an veganen Sachen und da ist auch wirklich immer genug da. Also es gab in den letzten 10 Jahren kein Festival. Mehr, wo ich nichts ordentliches Veganes zu essen bekommen habe. Also so Amfi Mera Luna Das sind so jetzt ja unsere beiden größten Festivals und da ist immer unfassbares Angebot irgendwie. Also ich glaube, das hat sich in den letzten 10, 15 Jahren schon wirklich, wirklich verbessert und die geben sich auch wirklich viel Mühe, finde ich zumindest. Aber wir machen zum Beispiel auf unserer nächsten Akustiktour so, dass wir gar keine tierischen Sachen überhaupt mehr im Catering haben. Also da müssen dann halt alle an den paar Tagen im Jahr mit durch. Wir haben es aber auch mit allen vorher abgesprochen und das ist für alle in Ordnung. Und dann gibt es halt einfach nur veganes Zeug und fertig irgendwie so. Und damit kommen auch alle super klar und dann gibt es auch kein Gejammer, wenn der Veganer am Ende, weil er zum Essen keine Zeit hatte, dann am Ende nichts mehr übrig ist. Das ist nämlich genau das, was ich auch machen werde oder wo ich auch schon länger drüber nachgedacht habe, das auch zu machen, weil ich genau das gleiche Problem habe. Bei uns gibt es halt wenige, die vegan essen in der Band. Also ich glaube Vicky und Icke und dann noch eine, also sagen wir mal drei. Und wie du schon sagst, ich habe ja dann noch Meet and Greets, komme dann zu spät zum Essen und dann ist wirklich das meiste Zeug weg und so, weil die sagen, oh, das war aber lecker, hast du davon aufwärts nicht so, ne, das wäre jetzt für mich gewesen. Aber wenn es euch geschmeckt hat schön und deswegen resultiert da auch meine Entscheidung, dass ich demnächst das genauso machen werde wie du, dann gibt es nämlich keine Probleme. Wie hältst du das eigentlich durch? Weil ich habe dich ja jetzt zuletzt in Köln gesehen beim Auftritt und da haben wir kurz noch paar Clownerien gemacht mit euch. Und wie hältst du das überhaupt durch von der Tagesstruktur? Ich könnte diese Meet and Greets, die würden mich töten, weil irgendwie ich habe so eine begrenzte Menge Energie und bei den Vorträgen, die sind bei mir ja so, also ich fange ja so 17 Uhr an aufzubauen und um 23 Uhr ist zu Ende. Also das ist ja bei euch auch im Grunde nicht anders, weil ihr müsst ja zumindest den Technikaufbau zumindest begleiten oder wissen, was da passiert. Oder ihr kommt im Nightliner an oder sowas und wollt vielleicht auch noch mal aufs Klo oder euch waschen oder ich weiß, also ist das, also die Fans lieben natürlich die Meet at Greets Ich weiß nicht, Sven, ob du auch welche machst. Wir halten dir das durch. Wir machen beide unterschiedlich. Also Sven hatte ja bei der ersten Folge, glaube ich, oder so, wo wir drüber gesprochen haben, schon gesagt, er macht irgendwie eine halbe Stunde Meet and Greets oder so was, die du verlost. Genau, die werden nicht gekauft, sondern Genau, nur verlost. Genau. Und da ich ja so ein Kapitalist bin und geldgierig bin, verkaufe ich tatsächlich Meet and Greets. Ja, ist so. Nein, also mache ich wirklich, weil wir wissen alle, dass alles so viel teurer geworden ist. Und wenn ich mir Nightliner, Preise und so weiter angucke und sehe, dass da der Bedarf ist oder dass die Leute gerne Meet and Greets machen wollen, verkaufen wir tatsächlich Meeting, bieten aber dafür auch eine Menge. Also ganz davon abgesehen, dass es exklusive Schlüsselbänder gibt, die bei den Leuten denn schenken, exklusive Pässe und all so ein Kram, den wir da herstellen, beschäftige ich mich tatsächlich mit dieser Gruppe von Meet and Greets Leuten. Ja, zwei Stunden. Also das ist wirklich was, wo ich sage, okay, wenn er schon Geld dafür bezahlt, dann soll er auch was von mir haben. Und es ist tatsächlich super anstrengend, also super anstrengend einfach von der, weil man auf so viele verschiedene Menschen trifft. Also ich möchte ja, dass jeder seinen Spaß hat. Und du triffst halt auf Menschen, die dann nur dastehen und mich anstarren, wo ich denke, ja, aber kann ja jetzt nicht sein, dass der da Geld ausgegeben hat und der macht jetzt gar nichts. Dann gehst du hin, versuchst den aus seiner Reserve zu locken. Also man mobilisiert, entertaint und so weiter. Dann hast du andere Leute, die irgendwie mit einem Rucksack kommen, mit, keine Ahnung, 100 Booklets, die ich unterschreiben soll und das alles. Ja, also meistens sag ich, ein paar kann ich machen, aber alle geht nicht, weil eben jeder rankommen soll. Und wir haben ja Meistens, bieten wir 20 bis 30 Meet and Greets pro Konzert an. Also das ist dann schon eine Maße an Menschen und es ist wirklich anstrengend. Und es ist auch total blöd eigentlich für mich, weil wir das genau so machen, kurz vorm Einlass, wenn die Crew aufgebaut hat und wenn alle beim Essen sitzen und sich quasi entspannen, dann bin ich halt da, mache meine Meet and Greets, dann gibt es Stores open und dann komme ich endlich dahin und kann dann mal was essen und kann mich quasi umziehen, weil er dann auch irgendwann die Show anfängt. Aber ziehst du da trotzdem Energie raus? Also es ist natürlich toll, wenn die Menschen einen mögen und wenn man sie auch mal trifft, weil man sie sonst nicht treffen würde. Also ziehst du eher Energie raus oder was Motiviert auf jeden Fall. Also warum ich das auch mache, also jetzt mal abgesehen von dem Geld, ist auch wirklich so, dass man ja eigentlich auch nur da so richtig die Möglichkeit hat, mit den Fans mal wirklich zu sprechen, weil so auf Festivals oder so oder was weiß ich, wenn du beim Konzert mal erwischt wirst, dann hast du ja meistens keine Zeit. Also dann denkst du ja, lass kurz ein Foto machen, ich muss jetzt aber wieder rein, Soundcheck, keine Ahnung. Und das ist ja so eine Zeit, die ich mir bewusst nehme. Und da kriege ich ja das direkte Feedback und zwar nicht nur über soziale Medien, wo jemand irgendwie alles geil oder alles scheiße oder sonst was, sondern die Leute, die fragen ja dann, stellen ja auch richtig Fragen und erzählen mir was. Also das ist die einzige Möglichkeit, um richtig in Kontakt mit meinen Fans zu treten. Und das gibt einem natürlich eine super Energie. Also das muss ich schon sagen. Neben dem ganzen Stress, den das natürlich bedeutet, finde ich es aber geil, dass ich eben auch mal mit meinen Fans direkt quatschen kann in so einer lockeren Gruppe von 30 Leuten oder so. Und das ist auch wirklich meistens sehr lustig, weil es immer wieder coole Leute gibt, die dann wirklich auch mehr erzählen und sonst was. Und nö, das macht Spaß und pusht mich schon und ist wie gesagt eine gute Sache, um mal auch was von meinen Fans zu hören. Dürfen eure Fans denn, also Sven und Chris an euch beide, dürfen die denn auch Vorschläge machen, die ihr auch umsetzt oder eher nicht so? Also irgendwas Künstlerisches? Ja, Vorschläge dürfen sie machen. Aber habt ihr jemals, also habt ihr jemals gesagt, ah, das ist, das machen wir jetzt, das ist jetzt wirklich eine super Idee oder so? Oder kommt das eher nicht vor? Ich merke schon, Schweigen. Nee, nee, nee. Also wir hätten das tatsächlich öfter jetzt in dem Solar Fake Podcast haben sich halt manchmal Leute für ein bestimmtes Konzert einfach Songs gewünscht und wenn sie das rechtzeitig vorher gemacht haben, dann haben wir geguckt, kriegen wir das hin und dann haben wir es auch gemacht. Also so, also wenn, klar, wenn jemand irgendwie sagt, ihr habt schon ewig nicht mehr diesen Song gespielt, das ist aber mein Lieblingslied und ich würde den so gerne mal live hören und habe den noch nie gehört und so. Dann guck mal, klar, wenn das irgendwie sich einrichten lässt, sind wir da die Letzten, die das nicht machen. Also sowas in der Richtung. Ja, okay, ich verstehe. Also was Praktisches, was Hemdsärm Praktisches, aber ansonsten, ja, ich weiß nicht, wir lassen uns ja auch nicht von Plattenfirmen reinquatschen in unsere, lassen uns von niemand sonst reden. Ich hab übrigens gerade eine super Geschichte gelesen von Kate Bush, das wusste ich überhaupt nicht. Die war 19, als sie Wuthering Heights bei EMI oder irgend so was, also bei einer riesigen, gigantischen Firma gepitcht und die hat sich auch nicht reindreden lassen. Total verrückt, obwohl sie bei der fetten Plattenfirma war. Also das geht, ihr macht es vor, aber Kate Bush hat es auch vorgemacht, wusste ich gar nicht. Verrückt. Ich möchte mir ganz kurz einhaken zu der Frage tatsächlich, weil du das schon so gefragt hast. Also wir haben jetzt hier gerade oder ich habe jetzt gerade so einen Fall, dass ich tatsächlich Vorschläge bekommen habe von, weiß ich nicht, so drei zusammengeschlossenen Fans, die mir E Mails geschrieben haben, die wirklich richtige Showvorschläge hatten und zwar richtig detailliert mit mit, ja, weiß ich nicht, Nadine und Niki kommen in dem und dem Kostüm raus und machen dann das, gehen zu Chris, knien sich hin und ich denke so krass, die haben sich so richtig Gedanken gemacht und haben quasi Vorschläge gemacht, so wie man auch die Show bei uns jetzt, die wir ja haben, was man da noch so alles machen kann. Und das fand ich auf der einen Seite natürlich super putzig und nett und weil es auch wirklich detailliert war, aber auf der anderen Seite ist natürlich auch so, dass ich sage, naja, weiß ich nicht, Also die Showgeschichten machen halt unsere Show Mädels, die denken sich da was, aber es ist nicht so, dass man das nicht mal so als Anregung vielleicht mitnehmen kann. Also ich habe mir das auch gespeichert und wer weiß, also ich sag mal, ich werde es jetzt nicht eins zu eins so umsetzen, aber ich fand es krass, wie die sich dann wirklich so quasi unsere Leute so genommen haben. Ja, die sind also dabei, dann macht die eine das und die andere macht das, während die anderen im Hintergrund das machen. Das fand ich sehr interessant, wie die sich mit uns beschäftigt haben. Aber die knien doch sowieso vor dir, Chris. Die knien doch. Eigentlich knien die immer. Es war nicht wirklich was Neues. Aber wollen wir die nächste Frage machen? Meine doch, warum nicht? Also die ist von Jana und Jens. Wie würde es gelingen, dass sich Stadtmenschen mehr mit der Natur identifizieren und sie als schützenswert betrachten? Das ist tatsächlich ein total entscheidendes Problem, auch wenn es sich im ersten Moment so anhört. Ja, mein Gott, was soll's. Also es wurde schon, ich habe mal nachgeguckt im DDR Städtebau, da war das so, dass man, da gab es So, ich glaube, 11 Punkte, grundlegende Punkte, wie Städte aufgebaut werden sollen. Und einer der Punkte ist wirklich, Städte sind nicht die Natur. In Städten gibt es nicht viel Natur. Und da könnte man natürlich jetzt noch mit leben. Also da kann man sagen, ja, ist nicht falsch, da macht man halt Stadt Bäume oder so, aber es ist schon klar, Äcker und Felder und Kraut und Rüben und so, das gibt es ja vielleicht nicht. Aber heute wissen wir, dass das eigentlich nicht so nicht so gut war, dass das sich so in den Städtebau auch weltweit so reingearbeitet hat. Es gibt ja immer mal wieder so ein paar Modellhäuser, die so ein bisschen begrünt sind, die Fassaden und so, aber das klappt meistens auch nicht, weil die Bewässerung halt Murks ist oder die Bewohner und Bewohnerinnen jetzt auch keinen Bock haben, sich darum zu kümmern oder auf einmal Bäume daraus wachsen, die natürlich an so einem Hochhaus kannst du nicht auf dem Balkon einen riesigen Baum haben oder sowas. Das nimmt nicht nur Platz weg, sondern es wird auch viel zu schwer und so. Also das ist alles ein bisschen murksig. Das Einfachste wäre gewesen, überall Efeu hochwachsen zu lassen oder andere rankpflanzen. Efeu wäre die beste, Aber dass die Städte, die es haben, ich habe zum Beispiel Luckenwalde am Bahnhof kann man es schön sehen, da haben sie es mal versucht, aber dann beschweren sich die Bürgerinnen und Bürger schon wieder, das ist unordentlich und so weiter. Und das Gute wäre gewesen, hätte man das ein bisschen stärker gemacht. Kann man auch in New York sehr schön sehen, da gibt es sogenannte Mini Parks und auch größere, natürlich den bekannten Central Parks, klar, aber es gibt auch so kleinere, da lebt einfach nichts mehr. Habe ich auch ein Video gemacht, könnt ihr euch bei YouTube auch mal angucken. Und dadurch hat immer die nächste Generation, die logischerweise jetzt immer mehr in Städten aufwächst. Es gibt ja immer mehr Menschen, die in Städten leben, die sehen überhaupt nicht mehr das, was wir früher gesehen haben. Schmetterlinge am Waldrand, am Wegesrand, Ameisen, die es früher noch massenhaft gab. Ameisen sterben jetzt mit am schnellsten aus, von was keiner erwartet hätte, weil die ja so, also als wir klein waren, hat man gesagt, die überleben sogar einen Atomkrieg oder so. Das stimmt sogar. Man kann sogar eine Ameise ins Elektronenmikroskop schicken und das überleben die also total. Die sind wirklich hart im Nehmen, aber eben nicht das, was jetzt passiert. Also dieser ständige Wechsel zwischen glühender Hitze und Fluten, das klar, das können die nicht überleben. Und aber auch, dass es nichts mehr zu fressen gibt durch die ganzen Umweltgifte, die dann die ganzen biologischen Kreisläufe zum Zusammenstürzen bringen. Und die beste Technik wäre gewesen, bis vor, sagen wir mal zehn Jahren wirklich einfach mal rausfahren mit der Straßenbahn oder mit dem Regionalbimmelzug oder sowas. Im Westen zum Beispiel in die Eifel oder in Westerwald oder sonst irgendwas oder im Osten halt in Spreewald oder irgendwas, sowas halt, was jeder weiß. Oder in die Städte ganz an der polnischen Grenze, da wo die dann viele Apfelbäume haben oder sowas. Da gibt es ja so Städte, die sowas fördern und da hätte man dann noch viel gesehen, auch Wildbienen und so. Aber jetzt ist es halt so, die Menschen versuchen verzweifelt sich noch ein Bienenhotel irgendwo hinzuhängen in der Stadt, Dann hast du halt ein paar Wildbienen, also meistens so gehörnte Mauerbienen, die da so ein bisschen rumfliegen. Aber diese, was ich auch gut finde, ich mache das auch, so ist es jetzt nicht, aber diese Kreisläufe, die man gesehen hat, bis vor paar Jahren zum Beispiel haben wir es im Labor mal ausprobiert, da haben wir so eine Art Balkon von dem Labor, da haben wir alles voll, also jede Ecke voll mit Blumenkästen gemacht, aber es ist halt so heiß geworden, weil das ein Südbalkon ist, das alles weggebrutzelt ist. Also sofort, da konntest du so, ich habe pro Blumenkasten, das waren so breite Blumenkästen, habe ich einen Liter Wasser pro Tag da reingekippt, dass muss man sich mal vorstellen, also jeden Tag, das ist Wahnsinn. Oder in die breiten, noch breiteren sogar zwei Liter pro Tag. Und das war nicht mehr zu handhaben, weil wenn wir mal ein paar Tage weg waren auf Vortagsreisen, dann ist, wenn wir zurückkamen, ist alles kaputt gewesen. Das heißt, und da hat man auch noch schön so Kreisläufe gesehen, welche Blumen wildern aus. Also ich habe ja nichts gepflanzt, ich habe einfach wachsen lassen, was wachsen will. Und deswegen gibt es mittlerweile, wenn überhaupt noch die Lösung, das gibt es in Berlin manchmal, das nennt sich so ein Bio Balkon. Das machen meistens so ältere Frauen, die den ganzen Tag halt zu Hause Gärten sind mitten in Berlin halt so, die da leben in so einer alten Altbauwohnung, die lassen dann einfach alles ranken und wenn da Tauben wohnen wollen, dann dürfen da auch Tauben wohnen und so ein bisschen was haben die auch paar Kräuter, die man essen kann und so. Und dann sieht man so das, was noch da ist, sieht man dann, weil das sind ja die letzten Oasen, die es gibt. Es gibt auch bei Facebook einen, mit dem ich befreundet bin, Pete Witnesses Nature heißt der, der ist auch in so einer amerikanischen Großstadt und hat einfach so, man würde fast sagen, verwilderten, lieblos, also denken die Nachbarn. Das Gegenteil ist der Fall, lieblos gehegten und gepflegten Garten, da ist da noch was los. Aber das sind so die letzten Möglichkeiten für die Städter Und jetzt die nächste Generation, ich weiß nicht, wie die jetzt gerade heißt, Alpha oder sowas, die haben das einfach nicht mehr gesehen, wenn ich da hingehe und denen sage bei Vorträ Leute, früher war alles voll, ihr konntet keinen Schritt machen. Ich habe zum Beispiel in Prenzlauer Berg habe ich sogar vor ein paar Jahren, habe ich noch so das sind Tiere, die ermorden andere Insekten und tragen die damit einem riesigen Aufwand zwischen so Pflasterritzen rein. Aber da jetzt natürlich auch alles gentrifiziert in Berlin und dann auch die ganzen Pflaster dicht gemacht werden, damit nicht die ganze Zeit was rumkrabbelt und fliegt, das ist unordentlich. Oder was ich auch in Berlin jetzt sehe, die ganzen, das ganze Efeu wird runtergerissen, weil die Spatzen immer so laut sind und dann sind in Berlin auch noch so viele Nachtigallen, die schreien auch noch nachts, habe ich O Ton, habe ich gehört. Wie kann man, wie kann man Spatzen und Nachtigallen Geräusche schlümpfen? Aber was willst du machen? Also ich kann natürlich jetzt, das nennt man Baseline Shift, also Das, was die kennen, ist natürlich deren Standard, mit dem die aufwachsen. Und wenn dann Opa kommt und sagt, früher war das anders, dann sagen die genauso wie wir, wenn Opa uns was erzählt, ja Opa, OK, ist aber jetzt vorbei. Das kennen wir nicht mehr. Das ist nicht mehr so. Und deswegen ist quasi in den Städten ist es fast hoffnungslos. Hier in Köln gibt es zum Beispiel ein Schokoladenmuseum, da haben die so einen kleinen tropischen Urwald drin und das ist natürlich eine absolute, da lernst du nichts. Also der wird mit irre viel Energie, wird der aufrechterhalten. Das gab zum Beispiel auch, ich kenne die sogenannten Bionauten, die haben in Arizona in der Wüste, haben die auch so ein riesiges Testgelände eigentlich für Marsflüge gemacht oder Mondflüge. Das war aber privat finanziert und ich habe mit denen geredet und habe gesagt, ich verstehe gar nicht, wie er überhaupt ein Jahr lang über die biologischen Kreisläufe aufrechterhalten habe, weil eigentlich brechen die innerhalb von wenigen Monaten zusammen. Da haben die gesagt, okay, wir zeigen dir mal den Technikraum und oben war halt diese Biosphäre und unten drunter genauso groß nochmal ein Technikraum, der halt dafür gesorgt hat, dass das Wasser umgewälzt wird und die Temperaturen eingerichtet werden und dies und das. Und das ist natürlich keine Natur. Das ist natürlich nur die Planung für einen Marsflug oder sowas. Deswegen mache ich mir in den Städten ehrlich gesagt, da keine großen Hoffnungen. Außer Leute packen sich halt ihr Rad, fahren mit der Bimmelbahn mal raus und legen sich da in die Wiese, aber auf der Wiese wird dann was auf deinem Bein krabbelt. Ja, das stimmt. Da musste ich mich auch erst dran gewöhnen, als ich nach Brandenburg gezogen bin. Aber sei zufrieden, dass es sowas noch gibt. Ich bin total zufrieden, weil wie gesagt, das ist jetzt so ein Unterschied. Ich hab 50 Jahre in einer Großstadt gewohnt und jetzt habe ich irgendwie einen Garten, den wir komplett Natur, also Naturgarten, wo eben nicht alles weggemacht wird und was ich da für Schmetterlinge und eben auch Bienen und alles sehe und wie gesagt Efeu, Vögel, wo ich sage, okay, wenn du mit dem Garten gar nichts machst, dann wird der so, wie er sein soll. Und das finde ich total faszinierend. Wir sind da auch so die Outlaws in unserer Straße. Sozusagen, die anderen haben halt ihren Golfrasen. Und das Schöne ist ja wirklich, war so mein größtes Kompliment, dass die Nachbarn gedacht haben, seit ihr da wohnt, sind ja viel mehr Vögel hier bei uns in der Straße. Und fand ich faszinierend. Also ich muss sagen, ich habe die Schnauze von der Stadt voll. Und was stimmt mit den Vögeln übrigens? Weil sobald alles andere da ist, nämlich die ganzen Insekten, aber auch Bakterien, muss man ehrlich sagen, also in diesen, nennen wir es jetzt mal verwilderten Gärten, erst dann funktioniert das auch mit den Vögeln, weil irgendwas müssen die Vögel ja auch fressen. Man kann die, klar, man kann die füttern, aber die Vögel sind wirklich das Beste. Deswegen mag ich das auch eigentlich, dass Deutschland so ein Vogelschutzland ist. Also der größte Naturschutzverband, der NABU in Deutschland, der ist ja eigentlich ein Vogelschutzverband ursprünglich gewesen, die haben Millionen von Mitgliedern, das wusste ich gar nicht, bevor ich für die mal paar Vorträge gemacht habe und so. Und wenn du Vogelschutz machst, machst du automatisch Schütze alles andere auch direkt mit, weil dann kannst du nämlich keinen Golfrasen haben. Es geht überhaupt nicht, weil jeder weiß, selbst die Spatzen, die man in Berlin ja auch jetzt nicht mehr sieht, die brauchen halt einfach Gebüsche und irgendwie ein Dach, wo sie sich verstecken können und hin und her hopsen können. Und deswegen, also liebe Hörerinnen und Hörer, wenn ihr was machen wollt, könnt ihr es tatsächlich so ein bisschen so machen, dass ihr, nehmen wir mal an, ihr mögt die Krabbeltiere nicht so, aber dann könnt ihr ja einfach mal gucken, ob ihr mehr Vögel anlocken könnt. Und dafür reicht auch schon, wie der Chris schon richtig sagt, da reicht schon wirklich der kleinste Garten für. Da muss man nichts groß machen. Und dann, wie Chris auch richtig gesagt hat, nichts tun. Das ist das Geheimnis. Nichts machen, fertig, nichts machen. Das ist richtig. Und ich finde es ja auch tatsächlich ästhetisch noch am schönsten irgendwie, weil da einfach so viel los ist, weil da so viel blüht irgendwie zu allen Zeiten. Also du hast halt irgendwie so, also jetzt außer so im krassen Winter oder so, hast du einfach rund ums Jahr sieht es einfach toll aus. Also also sogar das finde ich irgendwie. Und es beruhigt natürlich. Ja. Und es ist so beruhigend, das Summen finde ich total beruhigend. Ich weiß überhaupt nicht, wie man Angst vor irgendwelchen Wildbienen oder so haben kann. Aber gut, kann ja sein. Aber ich muss mich dran gewöhnen. Ja, genau, genau. Aber man kann sich eben sehr leicht dran gewöhnen, weil man merkt ja, dass sie nichts tun. Die gehen ja noch nicht mal auf deinen Pflaumenkuchen. Die interessieren sich noch nicht mal für deinen Pflaumenkuchen, weil es halt Wildbienen sind und Vogel. Also ich finde das beruhigend, wenn die amseln. Auch von mir aus weiß ich nicht, wann sie bei dir, Chris, wahrscheinlich jetzt um 5 Uhr morgens oder so, wo ich jetzt nicht so gerne aufstehe, singen. Ich finde das schön nicht nervig. Ich weiß gar nicht, wie sich das so schnell verändern konnte. Ich finde es auch nicht nervig. Und wir haben auch einen kleinen Teich und da sind auch Frösche, haben sich da irgendwie angesiedelt und natürlich machen die auch ganz schöne Geräusche, wo ich zu Anfang ach du meine Nase. Aber dann hab ich gemerkt, oh, ist das schön, wenn die Frösche quaken und als sie dann irgendwie so im Winterschlaf langsam, oh Mensch, ist jetzt irgendwie so ruhig und so, sind die denn noch da und ne, und also diese Natur und hat so eine krass beruhigende Wirkung, wenn du dieses Vogelgezwitscher hörst und dann fliegen die Hummeln und Bienen vorbei Und wir haben sogar, die machen zwar keine Geräusche, Ameisen im Garten, also wirklich so eine Waldameisen. Cool, oder? Bin ich jetzt nicht so bewandert, aber ich glaube, das sind Waldameisen, so etwas größeren und die krabbeln da auch rum und das ist wirklich so faszinierend, wie sich das alles so ergibt und irgendwelche Kräuter auch, die man essen kann und sonst was und dann wächst hier was. Also faszinierend, wenn man eigentlich gar nichts macht. Lieber Chris, hast du dein Studio in Berlin? Gar nicht mehr? Tatsächlich nicht mehr so wirklich. Also das Studio existiert noch. Ich teile mir das aber mehr oder weniger mit meinem Keyboarder, der das jetzt übernommen hat. Ja, verstehe. Also zieht nach Brandenburg, Leute, oder in die Eifel. Lieber in die Eifel, sonst wird es hier zu voll. Die beiden hatten noch eine weitere Frage. Ich würde das Thema damit vielleicht dann auch mal abschließen, weil wir haben noch ein paar andere Themengebiete für dich. Aber eine interessante Frage fand ich noch, wie fändest du oder würde das überhaupt irgendwas bringen, wenn man Unternehmen verpflichten würde, entsprechend des CO2-Verbrauchs die Fassade, also so sie denn eigenes Gebäude bewirtschaften, die Fassade zu begrünen oder alternativ oder so noch eine Waldfläche oder so eine Art Firmenwald sozusagen, wo man einfach alles so naturbelassen lässt, irgendwie anschaffen muss und den halt irgendwie, weiß ich nicht, würde das irgendwie noch was bringen oder ist das eigentlich, sind wir sowieso Fakt und das hat sowieso alles keinen Sinn. Ne, wir sind komplett Fakt. Also jetzt ja, aber das ist ein anderes Thema. Also ist ja Ende April 2026, wie ich schon sagte. Und wir haben jetzt ja, jetzt kommt ja mit hoher Wahrscheinlichkeit, also die endgültigen Daten werden erst so in, sagen wir mal, 60, 70 Tagen raus sein, aber alle statistischen Modelle weltweit sagen ja den super El Nino voraus, also die Chancen, dass der kommt, sind extrem hoch und dann werden wir auf jeden Fall noch mal zu der sowieso super krassen Temperaturerwärmung, die jetzt alle Gletscher schmelzen lässt und diese total absolut extremen, krassesten Wetterereignisse, Fluten, Dürren und so erzeugt. Und das können wir wir jetzt nicht mehr verhindern. Aber ich finde, das ist ein anderes Thema. Man könnte die Firmen sehr schlecht gesetzlich dazu verpflichten, weil wir sehen ja jetzt, dass wenn wir jetzt mal für Deutschland reden, also hier hören vielleicht auch Leute aus Österreich, Schweiz, Liechtenstein, Luxemburg zu und so, aber wenn wir für Deutschland reden, in Deutschland hat ja der Bundeskanzler vor ein paar Tagen gesagt, Klimaschutz und ich erweitere jetzt mal, das hat er nicht gesagt, Umweltschutz darf halt die wirtschaftliche Grundlage von den Firmen nicht beeinflussen. Und diese Aussage ist jetzt, die ergibt keinen Sinn, weil wenn nur noch Geld übrig ist, sterben wir auch, weil dann haben wir nichts mehr zu essen. Also Geld kann man ja essen, aber bringt halt nichts. Genau, es ist nicht nahrhaft. Genau, aber es ist so. Ich kenne Beispiele, wo das sehr gut funktioniert, Da musst du aber mit den Firmen im Gespräch bleiben. Ich setze da entweder auf Freiwilligkeit oder Einsicht oder nicht. Also ich versuche jetzt keinen zu überzeugen, der keinen Bock hat. Das hat halt meiner bisherigen Erfahrung im Leben nach keinen Sinn und ist Zeitverschwendung. Da haben die Hörerinnen und Hörer jetzt vielleicht auch andere Erfahrungen. Ich bin da ein bisschen anders, weil ich viel mit Kriminalistik zu tun habe, aber es ist tatsächlich so. Es gibt zwei Sachen, die sehr, sehr gut funktionieren, muss man aber halt auch mit den Mitarbeitern, Mitarbeiterinnen ein bisschen erklären. Also das eine ist, du kannst jede Fassade mit Efeu hochwachsen lassen. Efeu bringt am meisten, weil das zu Zeiten, wo sonst für die Tiere, die Insekten und Vögel weder Schutz noch Nahrung vorhanden ist. Da ist das Efeu liefert das. Das ist also für unsere Regionen ist das perfekt. Und dann wird immer gesagt, die Mauern gehen davon kaputt. Und das stimmt. Aber nur, wenn die Mauern sowieso schon Ritzen haben, dann gehen diese Haftfüsschen in die Ritze rein. Das kann man aber sehr leicht lösen. Das hat man da in Luckenwalde, wie ich das vorhin schon erwähnt hatte, auch versucht, dass man einfach so Stangen macht oder Gitter, wo das hochwächst. Habe ich auch in Berlin schon gesehen. Und da ist es aber tatsächlich so, dass die Bevölkerung dann meistens sagt, das wollen wir nicht. Okay, gut, dann werden die unten einfach abgeschnitten und dann stirbt natürlich alles, was drüber ist. Aber bei den 5, wenn man das so macht, dass das gemeinsam besprochen wird und natürlich die meisten Mitarbeiter und Mitarbeiterinnen sagen werden, okay, das könnte eine schöne Maßnahme sein. Zum Beispiel hat das eine sehr große Kondomhersteller in Deutschland gemacht, da gibt es auch schöne Videos von uns dazu, die haben wir da so ein bisschen dabei begleitet und die haben dann gesagt, okay, wir wollen jetzt nichts an der Fassade hochwachsen lassen, wir wollen aber so einen Firmengarten machen, das wäre der Wald, nachdem ihr gefragt habt. Und dann haben die erst mal so eine Blühmischung genommen, die einfach auch schön aussieht und haben dann aber nicht immer die Blühmischung weiter gepflanzt, sondern haben das dann mit dem, was halt von selbst wächst, weiter hoch wachsen lassen. Und als wir das letzte Mal da waren, war das jetzt so auf der Kippe. Dann haben die Mitarbeiter, Mitarbeiterinnen jetzt gesagt, okay, jetzt blüht das nicht mehr so schön bunt, das ist jetzt irgendwie wahrscheinlich eher unordentlich oder so. Also ich habe die Mitarbeiter, Mitarbeiterin nicht gefragt, aber man hat schon gemerkt, das sah sehr, sehr, sehr anders aus als im ersten Jahr. Und da wäre eben dann, wenn man weiter mit denen reden kann, zum Beispiel, weil ich vor Ort arbeite und weil die mich irgendwie mögen, also Ritex, diese Kondomfirma, wir mögen uns halt. Und dann würde ich zum Beispiel, wenn die da jetzt Lust zu hätten, würde ich da einmal im halben Jahr hinfahren und würde dann gratis natürlich für die Mitarbeiterinnen, wird dann so eine kleine Führung machen und sagen, guck mal, hier ist ja verrückt, jetzt habt ihr auf einmal diesen Vogel oder diese Insekten hier. Und ich meine, es ist der Parkplatz der Firma, den die einfach vorher gemäht haben. Dann freuen sich die Leute, die für das Mähen zuständig waren, dass sie nicht mehr so oft Mähen brauchen. Dann kann man denen auch noch sagen, guck mal, es gibt Vögel, die brüten am Boden, dann mäht das doch nur einmal im Jahr und ihr freut euch doch dran. Und die, die das Summen nicht so mögen oder sich dran gewöhnen müssen wie der Chris, den kann man dann ja, das sind aber jetzt gar nicht irgendwelche Tiere, die sich für Menschen interessieren, die stechen nicht, die beißen nicht, die klauen dir nichts vom Pflaumenkuchen und auch keinen Schinken oder so. Und so kann man das entwickeln. Aber ich denke, durch Gesetze wird das nichts. Weil ein Beispiel, was ich mal erlebt habe, war, das ist eine Firma, die jetzt durchaus nicht so gegen Natur war oder sowas. Und da gab es noch so ein ganz, ganz kleines Flecken Wald. Es gibt ja in Deutschland außer dem Bayerischen Wald und noch ein paar anderen winzigen Flecken. Jetzt gibt es ja keine Wälder mehr in Deutschland. Das sind ja nur Klopapierwälder, wo so Klopapier Holz wächst für Zeitungspapier und Klopapier. Aber da ist ja kein echtes Leben. Und da könnte man dann einfach sagen, pass auf, lass uns das doch so machen, dass wir zum Beispiel eine Wand mal ausprobieren, Dann werdet ihr sehen, das Efeu wird nicht eure Wand zersprengen, weil man davor auch diese Gitter machen kann, sodass das nur das Gitter hoch wächst. Und wenn ihr wollt, könnt ihr ja dazwischen dann die Füßchen auch abschneiden, wenn ihr Angst habt, dass sie sich davor tasten zu eurer Wand, Was aber nie passiert. Das ist Quatsch. Oder man kann was nehmen, was schön aussieht. Das ist zwar für die Insekten nicht so toll, ist aber für Vögel sehr, sehr gut. Zum Beispiel Blauregen, der wächst einfach von selbst, da brauchst du überhaupt gar nichts machen, der blüht mehrmals im Jahr, der riecht toll und so. Aber mit Verpflichtungen wird das nicht klappen, weil eben die meisten mittelständischen, größeren Unternehmen und auch die großen Unternehmen, die sagen einfach, das ist für uns nur Arbeit, dann müssen wir die Blüten wegkehren und dann der eine Mitarbeiter ist aber allergisch gegen Pollen oder irgendwas ist halt immer. Und ich würde es dann wirklich fließend in so einem gemeinsamen Gespräch machen, wenn einfach die Firmen Bock haben und dann klappt es auch. Aber sonst fürchte ich, wird sich das nicht durchsetzen lassen. Achso, ich wollte noch zu dem Wald sagen. Die Firma, die dann gesagt Ja klar, wir haben nichts gegen Natur, aber wir müssen halt jetzt irgendwohin unsere neue Halle bauen. Und das tut uns auch schrecklich leid, dass das ein echtes kleines Stückchen Urwald noch ist, Aber da können wir jetzt auch nichts für. Und dann wird das halt auch rechtlich durchgesetzt und dann wird entschieden, okay, die Firma darf das fertig. Super. Augenblick, ich muss mal kurz schnäuzen. Bist du krank etwa oder hast du ein bisschen? Also Irene hat natürlich sofort gesagt, das ist Corona, aber ich bin da nicht so sicher. Ich glaube, es ist nur so eine sommerliche Sache, also so eine Art Sommererkältung. Sommererkältung. Mir fällt gerade noch was ein. Ihr habt ja gesagt, ihr beiden, ihr nehmt Lutschtabletten, damit ihr vernünftig singen könnt. Aber was macht ihr, wenn die Nase voll ist? Also dann näselt man ja auf einmal so. Da hilft ja keine Lutschtablette dagegen. Ja, das stimmt. Das ist schrecklich. Was ist die Lösung? Gibt's nicht, oder? Also ich meine, ich muss sagen, da ich tatsächlich öfters mal die Nase voll habe, ich nehme einfach Nasenspray. Also ist halt so. Das hilft wirklich. Das nehme ich. Ich habe da auch ein bisschen Angst, weil mein Papa ist da tatsächlich mal abhängig von gewesen damals, dass er sich wirklich ständig Nasenspray reingezogen hat. Aber wenn es dann wirklich mal sinnvoll ist oder wenn du halt ein Konzert hast und was willst du machen, dann puste ich mir mal die Nase frei. Und das hilft in der Regel auch. Aber du machst es nicht, Sven. Nee, ich näsel dann halt im Zweifelsfall. Aber für mich ist sowieso immer schwieriger so Husten, weil das die Stimme krasser angreift irgendwie. Also ich komme mit allem klar. Also so die, weiß ich nicht, so anderthalb bis zwei Stunden schaffe ich auch mit Halsschmerzen zu sagen, singen, das geht. Und wenn ich danach gleich ins Bett kann, aber schlimmer ist, wenn man so bei einer Erkältung da so einen Husten kriegt und das reizt meine Stimme so krass. Und da habe ich dann immer diese Gefahr, dass einfach die Stimme komplett weg ist und das ist halt doof. Also deswegen muss ich immer versuchen husten zu. Habt ihr schon jemals was abgesagt wegen sowas oder zieht ihr das so wie ich einfach durch? No matter what? Ne, ich habe zweimal, glaube ich tatsächlich was absagen müssen. Also weil ich kämpfe mich da auch immer durch, egal ob die Nase läuft, verstopft ist, Husten, alles. Aber wenn die Stimme halt so angegriffen ist, dass sie weg ist und du kriegst halt keinen Ton raus, also was willst du machen? Dann geht ja gar nichts mehr. Und das war typisch auf Natur. Du hast alles gegeben, konntest dich nicht wirklich regenerieren. Und bei einem Konzert war dann wirklich die Stimme so weg. Ich hab keinen Ton mehr rausgekriegt. Musste auch zum Arzt gehen, der hat gesagt, ne, keine Chance. Und da musst du halt absagen. Also da hast du keine Chance, weil alles andere beim Ab oder alle möglichen Wehwehchen kann man durchziehen, Da pusht das Adrenalin einen. Ja, so dass man man wirklich eine Menge ertragen kann. Aber wenn die Stimme nicht da ist, hast du keine Chance. Sven, hast du schon mal was abgesagt? Zwei Konzerte musste ich tatsächlich auch mal abbrechen. Also eins, das letzte, das war jetzt auf der letzten Amerika Tour, die wir hatten, da hatte ich mir auch irgendwie zwischendurch eine Erkältung eingefangen und dann war genau das passiert, dass die Stimme dann halt einfach mitten im Set. Ich habe das schon am Anfang gemerkt, ich habe den ganzen Tag schon nüscht geredet und da dachte so okay, irgendwie schauen wir in Amerika, spielst ja auch nur eine Stunde, dachte scheiße, das geht schon irgendwie. Und dann aber so nach der Hälfte der Show ging irgendwie habe ich noch versucht irgendwie nur so ganz einfache Songs zu machen und dann war sie aber irgendwann doch weg und dann musste man abbrechen. Da gab es wirklich was. Aber du kannst ja nicht, aber du kannst ja nicht nachholen in Amerika, Was machst du denn dann noch? Die Leute haben das ja nicht gewollt. Die waren glaube ich dankbar, dass wir probiert haben und wir haben dann noch mit denen zusammengesessen oder be nicht so wirklich, aber die anderen und so und dann waren die auch happy. Also das war dann schon in Ordnung. Warum spielt man da nur eine Stunde? In Deutschland wollen die Fans ja, wenn es geht, vier Stunden oder so. Meistens hast du dann noch so drei Bands, die vor dir spielen oder so und dann wird das einfach auch ein echt langer Abend. Das ist so relativ normal, glaube ich, dass da so dauert. Das Hauptset dauert eine Stunde, dann noch irgendwie ein Set Zugaben mit drei, vier Songs und dann wartet eigentlich so. Ja, okay, ich verstehe. Also naja, das sind eigentlich nicht Festivals, Also wissen nicht, da spielt immer, du hast halt meistens so auf Natur eine feste Supportband oder zwei feste Supportbands und dann immer noch ein oder zwei lokale Bands, die aus der Ortschaft kommen davor. Und dann, das habe ich neulich auch gesehen, super lustig bei Kim Wilde. Kim Wilde hat in Bochum gespielt. Ich glaube, sie spielt auch beim Wave-Gotik-Treffen übrigens dieses Jahr und hat allen Ernst, haben die irgend so einen örtlichen Menschen gehabt aus dem Ruhrpott. Das habe ich das erste Mal in meinem Leben gesehen und das war echt interessant. Ich kannte das gar nicht. Also es scheint also auch in Amerika das zu geben, dass dann örtliche Bands spielen können. Finde ich super cool auf jeden Fall. Apropos, wenn wir noch mal ganz kurz zum Wave-Gotik-Treffen kommen, wo sehen wir dich denn beim Wave-Gotik-Treffen? Ja, ihr seht mich wie immer in der Agrahalle, aber nicht die, die ihr kennt die Agrahalle, sondern die daneben, die Agra, das ist die, wo immer die Disco stattfindet. Also da geht man durch die eigentliche Disco durch, wo mit unerklärlicher Energie die DJs einfach immer das richtige Lied spielen, egal wann man da reingeht in das Café, in das Treffen Café. Und wenn man da weiter durchgeht, dann kommt man in die Halle. Also da bin ich der Eröffnungs DJ zusammen mit dem Olli und dem Elvis, DJ Olli und DJ Elvis. Und da eröffnen wir immer, da gibt es auch super Videos von letztem Jahr, weil da, da ist das, wie Chris gerade sagte, da pusht mein Adrenalin dann doch ein bisschen viel und da stehe ich halbnackt auf einer Box im roten Licht und man merkt, dass Mark ein bisschen zu begeistert ist. Das ist sehr, sehr schön. Da eröffnen wir über den Punkt Mitternacht und vorher machen wir mal DJ Sachen. Ich spiel seit ein paar Jahren nur Sachen aus den letzten zwölf Monaten. Das ist auch immer eine sehr krasse Herausforderung, da was zu finden, was dann auch passt, weil ich lieber gerne was Schnelleres spiele, weil Das ist ja so für die Leute, die noch nie da waren oder auch die, die da waren, ist das ja sozusagen das erste Mal, dass das Tor sich öffnet, im wahrsten Sinne des Wortes. Und dann ist das in dieser echt abgerockten Halle. Man sieht nicht, wie abgerockt sie ist, weil das Licht ja aus ist. Aber da seht ihr mich immer. Und dann halt jeden Tag in derselben Halle, da werden dann Stühle reingestellt, halte ich dann immer einen Vortrag. Dieses Jahr auch das erste Mal in Englisch, weil die Veranstalter das gerne wollten. Also an einem Tag halte ich den auf Englisch, immer irgendein kriminalbiologisches Thema mit ganz vielen Bildern halt. Und dann, oder manchmal machen wir noch Faxen vorher. Also zum Beispiel die Bianca Stücker, mit der ich manchmal zusammen ein paar Liedchen mache und auch mal Videos mache, die kommt dann auch manchmal vorbei und dann machen wir noch ein Liedchen oder so vorher, damit die Leute das auch mal live hören. Haben wir auch beim Amphi schon mal gemacht. Oder wenn jemand gerade da ist, der Tod, der ist da auch in derselben Halle regelmäßig, dann weiß ich nicht, sind wir gegenseitig Gäste und machen dann noch kurz mal irgendwelche Faxen zusammen. Also der Tod nimmt mich dann in seine Quizshow mit rein oder ich mache mit ihm irgendwas, weil die Leute ja nicht wissen, wie der aussieht in Wirklichkeit. Und dann geistert der dann einfach rum oder so irgendwas. Also da seht ihr mich und dann bin ich oft noch Überraschungsgast. Dann sagen die mir meistens Bescheid, wenn irgendwelche Band Jubiläen sind oder so. Es gab schon Bands, die das auch dann sich gewünscht haben, dass wir dann entweder ich alleine oder mit anderen das machen. Das war sehr, sehr, sehr eindrucksvoll, muss ich echt sagen. Ihr kennt das wahrscheinlich besser, aber ich feier ja so Jubiläen jetzt nicht, weil ich weiß nicht, wann die wären. Und da sind wirklich die Bands gekommen und haben gesagt so, danke, dass ihr das angesagt habt und das habt ihr so schön angesagt. Das ist für mich total eindrucksvoll, weil wie ich schon vorhin sagte, dieses, dieses hin und her schwappen von Gefühlen, das mag ich so. Und normalerweise, wir wissen gar nicht, ob wir den Bands nicht auf den Wecker gehen mit den Moderationen oder so, weil es gibt auch Bands, die das nicht wollen oder die zu aufgeregt sind. Zum Beispiel beim Ronan ist das so, also von VNV Nation, bei dem ist das meistens so. Ich glaube, der will das lieber nicht. Und dann lassen wir es auch häufig. Ich habe es auch schon gemacht, als wir beim Amphifest mal in so einem Riesenstadion waren, ein Jahr. Da habe ich dann mal gemacht. Aber ansonsten lassen wir den dann auch lieber in Ruhe. Der ist so in seinem Film drin und da seht ihr mich dann manchmal auch noch. Ich werde auf jeden Fall versuchen, die Einstürzende Neubauten und Kim Wild anzusagen, aber mal sehen, ob die das überhaupt wollen. Ich habe schon mit der Nichte gesprochen von Kim Wild. Ich habe sie gefragt, sie hat dann einfach gar nicht geantwortet. Und dann habe ich mir gedacht, ja okay, das klären wir dann lieber mal vor Ort. Und bei den Einstürzende Neubauten weiß ich es auch nicht. Bitte, aber schau, dann sehen wir uns auf jeden Fall an dem Tag auch, weil da sind wir auch in der Agra und da kannst du zumindest uns auf jeden Fall gerne ansagen, wenn du möchtest. Mache ich wirklich gerne. Also werde ich sehr, sehr gerne machen. Sehr schön. Cool. Ja schön. Dann sehen wir uns da auf jeden Fall. Das ist ja auch gar nicht mehr so lange hin. Wie schön. Lass uns doch mal kurz so ein bisschen den Themenbereich ändern. Ich hätte hier noch eine Frage, aber passt doch so ein bisschen lockerer alle. Die Anna fragt zum Beispiel, wie es dir mit Filmen geht, die wissenschaftliche Fehler beinhalten in deinen Fachgebieten. Also da, wo du dich wirklich sehr gut aus, Kannst du darüber wegsehen oder regt dich sowas auf? Ist mir total egal. Also für mich ist ein Film gut, wenn das Drehbuch gut ist. Also ich lese ja jetzt keine Krimis oder sowas. Ich habe jetzt das erste Mal einen Krimi gelesen Seit, keine Ahnung, 30 Jahren oder so. Da habe ich das Vorwort für Der Hexer, ich weiß nicht, ob ihr das noch kennt, geschrieben bzw. Das Nachwort von Edgar Wallace. Und da habe ich dann so ein bisschen was über seine Lebensgeschichte geschrieben. Der ist ja relativ, also sobald er reich wurde, ist er dann gestorben an einer Erkrankung, die mit dem Reichtum vermutlich zusammenhängt, weil er sich auf einmal vernünftiges Essen leisten konnte und ein bisschen viel davon gegessen hat vermutlich. Und das ist natürlich super tragisch. Und da habe ich dann den Krimi noch mal gelesen und habe dann, wie gesagt, was dafür geschrieben. Aber ansonsten, und das ist übrigens interessant, in sehr vielen von den Krimis kommen gar keine technischen Einzelheiten vor. Also man kennt das ja so von Sherlock Holmes oder von neueren Krimis, da ist dann immer so Spurenkundler, die Spurenkundlerin irgendwie drin. Aber ne, ich habe schon, als ich in New York noch gearbeitet habe, in den ERN, was ich vorhin schon kurz erwähnte, da wurde damals ich schon gefragt, da gab es eine Serie, die hieß CSI Miami und dann später New York und Las Vegas, glaube ich. Und da habe ich dann teilweise sogar die deutschen Übersetzungen durchgeguckt. Für CSI New York habe ich die durchgeguckt, alle für den, wie soll man sagen, für den Verleih, wenn man so will, die das in Deutschland dann oder für den Sender geprüft haben. Und wir haben, also ich hab wirklich eine Sache gelernt von Anfang an. Es geht nur, und ich sehe das persönlich genauso, es geht um die gute Story wie bei euch, wenn ihr ein Lied habt oder manchmal ist es ja auch ein Refrain. Es gibt ja gerade in der Gothic Szene gibt es ja Lieder, wo die Leute überhaupt nicht wissen, worum es geht in den Liedern, aber den Refrain geil finden, Das ist ja manchmal total verrückt. Und ich kann mal ein Beispiel sagen von einer Band, die jetzt nicht Gothic ist, die ist hier in Köln sehr bekannt, BAP, die haben ein Lied über die Reichskristallnacht, also die Reichspogromnacht. Und da habe ich das selber miterlebt, wie die Leute, das findet die Band, aber okay, also jetzt kein Problem, wie die Leute das mitgrölen. Und ich glaube, viele von den Leuten finden halt einfach den Refrain catchy und den Mut und wie man heute sagen will, den Vibe von dem Song. Und die Band hat sich auch mal dazu geäußert dann. Aber ich denke, das muss man wirklich so sehen. Also okay, wenn ich schon ein Lied mache zum Beispiel, dann soll es halt eine interessante Stimmung erzeugen und wenn ich einen Film mache, soll der halt zum Beispiel spannend oder interessant oder lustig oder was auch immer sein. Aber ich denke, die technischen Einzelheiten sind absolut egal. Ich kann mal ein Beispiel sagen, das ist mein Lieblingsbeispiel. Wir haben mal für eine Schrottserie, wo ich mich selber gespielt habe, Niedrig und Kuhnt hieß sie, die lief nachmittags im Privatfernsehen. Da bin ich so als manchmal auch noch nicht mal unter meinem eigenen Namen, also manchmal haben wir auch einen Namen erfunden als da bin ich der Rechtsmediziner, bin ich da gewesen, obwohl ich bin ja gar kein Rechtsmediziner und die Geschichten waren so an den Haaren herbeigezogen. Mehr ging gar nicht mehr. Und dann haben die dann habe ich zu den Drehbuchautoren und Autorinnen gesagt, komm, ist doch jetzt gut, ist doch lustig, alles gut. Wir haben so viel gelacht. Wir haben teilweise solche Lachflashs bekommen am Set, dass wir abbrechen mussten. Wir mussten die Drehs richtig eine halbe Stunde unterbrechen, weil alle haben sich zusammengerissen. Und dann fing der Kameramann auf einmal an und hat den Lachflash bekommen. Der ist dann sofort wieder auf alle anderen übergesprungen, weil wir gerade aus dem Lachflash kamen, weil das so lustig war. Und dann haben die zu mir Pass auf Mark, wir haben das jetzt gerafft und so, Du hast ja auch eigentlich aus unserer Sicht auch sowieso recht Und wir sagen dir einfach Sachen, die sich cool anhören sollen. Und dann haben die das ist wirklich genauso passiert, Dann haben die gesagt, wir brauchen einen blauen Käfer, den holen wir aus dem Magen der Leiche. Also du holst ihn aus dem Magen der Leiche, der hängt an einem Angelhaken, warum auch immer. Und der soll dazu führen, dass man nach zwei Stunden blau im Gesicht wird, also Atemnot hat und nach so und so viel Stunden, sieben Stunden stirbt man. Dann habe ich gesagt, okay, ich habe dann einfach nur im Lateinlexikon geguckt, Dann habe ich im Lateinlexikon zusammengesucht, also blauer Käfer, der dazu führt, dass man blau im Gesicht wird und dann stirbt. Dann habe ich denen das gesagt, Ja, dann machen wir einfach jetzt mal die nächste Frage. Und zwar auch sehr spannend. Bist du jemals auf einen Fall gestoßen, in dem Institutionen, Polizei, Regierung oder andere wichtige Informationen zurückgehalten, Beweise manipuliert oder dich in die Irre geführt haben? Wie bewahrst oder schützt du die Wahrheit angesichts von Kontrolle oder Unterdrückung? Ja, ich habe da, sagen wir mal, die Erfahrung schon sehr früh gemacht, dass, ob man das jetzt, ja, wie soll ich sagen, ich will jetzt nicht sagen, dass das immer bösartig ist, aber ich habe das schon früh gesehen. Wir hatten zum Beispiel mal einen Fall hier, da hat jemand einen Bus entführt und hatte sich, das war ein Köln, und hat sich so einen selbstgemachten Bombengürtel umgebunden. Der war aber aus Holz, also da war gar keine Bombe drin, das wusste man aber nicht. Und wir waren da alle sehr vorsichtig Weil damals haben sich noch in Israel, da gab es noch diese Bomber, die tatsächlich im Bus sich in die Luft gesprengt haben. Und das ist immer sehr problematisch aus vielen Gründen, weil es werden erstens natürlich sowieso Unschuldige, also jetzt im eigentlichen Sinne unschuldig getroffen, politisch oder sozial, kulturell will ich das jetzt gar nicht groß bewerten, aber es ist auch rechtsmedizinisch, biologisch ist es ein Riesenproblem, weil du möchtest ja eigentlich die Leichen richtig zusammen puzzeln, damit in dem Grab die Person liegt, die da auch liegen soll für die Angehörigen, damit die da trauern können und da, ich will nicht sagen abschließen können, aber in die Trauerarbeit gehen können. Und das ist natürlich unheimlich schwierig. Also deswegen sind aus sehr vielen Gründen, auch aus sozialen Gründen, sind diese Busbomber ein großes Problem. Und dann haben die Leute von der Sondereinheit, haben was Geübtes gemacht. Also wie gesagt, heute passiert das ja nicht mehr. Also man hat ja diese Busentführung nicht mehr oder Busbomber nicht mehr. Und zwar haben die mit einem Geschoss, was richtig viel Wumms hatte, aus einer langen Waffe, also die so einen langen Lauf hat und wo auch die super präzise sind, da kannst du total weit mit schießen und hast auch eine irre Energie. Da haben die was gemacht, was nicht erlaubt war, nämlich die haben das Projektil vorne ein bisschen abgefeilt. Das führt dazu, also die Kugel sozusagen, die ist, aber die sieht nicht aus wie eine Kugel und dadurch, wenn du das ein klein bisschen abwälzt, dadurch entfaltet sich die Energie beim Auftreffen sofort, in dem Fall in dem Körper von der Person. Also die haben durch die Scheibe geschossen und wollten, dass der einfach umfällt, damit er die Bombe nicht zünden kann. Sehr riskante Sache und war aber nicht unvernünftig, was sie da gemacht haben. Und da stand halt eine Person neben der Leichenöffnung und hat halt die ganzen Projektile eingesammelt, damit das nicht bekannt wird, dass sie sozusagen mit illegaler Munition geschossen haben. Jetzt, wie gesagt, ist das bösartig oder nicht, das will ich überhaupt nicht bewerten, das geht mich nichts an. Aber sowas passiert eigentlich öfter mal. Und was ich mache, ist aus der Lehre von Professor Prokop, das war der Leiter des Institutes für Rechtsmedizin in Ostberlin, den kannte ich noch und dessen Biografie habe ich geschrieben und der hatte eben das Problem, aus dem er nicht mehr so leicht rauskam, weil ich kann immer okay, das geht mich jetzt nichts an, ich kann das jetzt auch nicht ändern. Das scheint ja scheinbar im Regierungsauftrag zu passieren. Aber der hatte das Problem, dass er die Mauertoten da hatte. Das heißt, das waren für Jüngere, das waren Leute, die über die Grenze wollten aus der DDR nach meistens West Berlin oder irgendwo halt in damals sogenannten Westdeutschland. Und die wurden halt automatischen Schießanlagen oder aber auch von Menschen erschossen und dann auch häufig in Rücken. Und jetzt in jeder Kultur auf der Welt sagt man halt, also ein Schuss in den Rücken, das ist wirklich das Niedrigste. Also so tief kann man überhaupt nicht mehr sinken, dass man eine Person in den Rücken schießt. Und das war auch politisch sehr aufgeheizt. Und da habe ich aber schon früh gemerkt, wenn du erst mal in der Position bist, dass du derjenige bist, der dann solche Spuren in meinem Fall oder Leichen im Fall vom Kollegen Prokop bekommst, dann hast du ein Problem, Weil jetzt kannst du nicht mehr einfach sagen, okay, ich gehe jetzt in die ständige Vertretung, die auch in der Nähe vom Institut für Rechtsmediziner war. Der hätte einfach über die Straße schräg gehen können. Die ständige Vertretung hätte sagen können, okay, mir reicht's, hier werden dauernd Leute in den Rücken geschossen. Aber das kannst du schlecht machen als Leiter der Rechtsmedizin in Ost Berlin, weil wozu nimmst du den Job dann an? Der kam aus dem Westen, muss man dazu sagen. Also der war Österreicher und ist von Bonn aus im tiefsten Westen, was damals auch noch Bundeshauptstadt war. In Westdeutschland ist er in den Osten gegangen. Also also so gesehen muss man sich meiner Meinung nach immer fragen, welche Schritte möchte ich gehen, die mich dann in eine Situation bringen, aus der ich nur noch sehr, sehr schwer rauskomme, weil ich mich schon in vielen kleinen Einzelschritten entschieden habe, dieses Amt zu füllen. Und das habe ich nicht. Also ich kann, egal wie viel ich bedroht werde oder sonst was, ich kann einfach immer die Wahrheit sagen und mach's auch einfach. Ich habe ja Hitlers Schädel identifiziert in Moskau, da kannst du dir vorstellen, was da los ist. Oder jetzt zuletzt die Lampenschirme und das Taschenmesser Etui aus Menschenhaut aus. Dem Konzentrationslager Buchenwald und so. Und da sage ich einfach in Absprache mit den zuständigen Leuten, sage ich dann einfach, was Phase ist auf einem wissenschaftlichen Kongress oder in irgendeiner sachlichen Darstellung. Und ob das dann jemandem gefällt oder nicht, was in den beiden genannten Beispielen dann sehr häufig jemandem nicht gefällt, das ist mir dann einfach egal. Das halte ich problemlos aus. Sven, du hast das vielleicht nicht so stark, aber ich meine, der Chris kennt das ja, Blutengel, Blutengel, Blutengel, Blutengel, Blutengel. Jeder muss seinen Senf dazu geben. Und ich meine, solange ich mir sicher bin, dass ich meinen Job so vernünftig und mit den Regeln, die für ein freundliches, ehrliches, friedliches, gütiges Leben gelten, solange ich das mache, ist mir völlig egal, was die anderen dazu, dann denke ich eher, vielleicht haben die ein Problem mit Hass und Wut und Lüge, aber die sollen jetzt nicht damit ankommen und ihre schlechten Vibes mir aufs Auge zu drücken und deswegen habe ich damit nicht so Probleme. Wenn natürlich jetzt wie in dem Beispiel mit den Projektilen, wenn dann jetzt wirklich jemand, pass mal auf Mark, bitte, bitte, bitte, bitte, sag das nie weiter, das ist auch schon mal passiert in einem Fall, dann kann man das im Einzelfall auch mal entscheiden, wenn niemand geschädigt wird dadurch. Aber sobald jemand geschädigt wird, da wäre es besser, wenn ich, wenn sie dafür sorgen würden, dass ich gar nicht erst in der Nähe bin, weil ich lasse mich halt nicht erpressen. Also wenn die, wenn Leute sagen, wir nehmen dir alles weg, dann sage ich, ja, kannst du, kannst du jetzt direkt mitnehmen, ich pack dir den Koffer, bitteschön. Wenn du der Stärkere mit der Knarre bist, dann nimmst halt. Aber das ändert nichts daran, was ich tun werde. Da musst du mich schon dann irgendwie persönlich, mein Körper musste dann irgendwie beseitigen. Ja, cool, du hast geschafft tatsächlich die nächste Frage, obwohl du sie gar nicht gelesen hast, auch gleich mit zu beantworten. Ich fand die gerade total beeindruckend irgendwie. Die Anna fragt, welche wichtige Fähigkeit oder welches mentale Werkzeug sollten Menschen deiner Meinung nach in unserer heutigen Ära von grassierender Desinformation und Propaganda entwickeln, um selbstständig zu denken und sich kritischer in der Welt zu rechnen zu finden? Welchen praktischen Rat hast du, um Wahrheit von Lüge zu gut. Klar, um Wahrheit von Lüge zu unterscheiden, ist immer eine gute Recherche am besten, aber ja, gibt es irgendein mentales Werkzeug, um sich da so durchzuwurschteln, sich selbst rausnehmen. Also ich würde wenn du dir das wie eine Gleichung vorstellst, so eine Gleichung wie beim Rechnen, nimm dich selber raus. Also weil deine eigene Überzeugung, deine Hoffnungen, deine Wünsche, deine Meinung, dein Wille zu helfen auch spielt keine Rolle. Also wir hatten das ja in der Gothic Szene, hatten wir das Problem während Corona, da gab es ja mehrere von den, also nicht viele, aber mehrere von den Gothic Künstlern, die extrem laut Unwahrheiten verbreitet haben und das auch sehr persönlich genommen haben. Und die wollten aber, vermute ich mal, eigentlich helfen. Also die haben gesagt, okay, wir wissen was und was die anderen irgendwie nicht richtig raffen, dann müssen wir jetzt halt ein bisschen lauter werden und so. Und das, also ich habe das, ich habe das nicht, mich hat das nicht verbittert, weil ich gesagt habe, ich verstehe irgendwie die Motivation von denen, aber die machen halt den Fehler, dass sie sich in den Mittelpunkt der Sache setzen, anstatt halt, wie du schon gerade gesagt hast, Sven, anstatt halt wirklich das mal mit echten wissenschaftlichen Veröffentlichungen nachzuprüfen. Und es gibt auch ein paar Also okay, das könnt ihr jetzt schneiden, wenn ihr wollt oder nicht, das könnt ihr euch jetzt überlegen, was ich jetzt sage. Aber zum Beispiel der Steve hat eine sehr gute längere YouTube Serie dazu gemacht, wie seine Persönlichkeit aufgebaut ist. Und das fand ich irgendwie sehr ehrlich, dass er sagt, ich hab halt keinen höheren Schulabschluss und ich bin halt immer der Klassenclown gewesen, der die Leute irgendwie unterhalten möchte und dergleichen mehr. Und ich fand das extrem eindrucksvoll. Also das hat dann so eine ganz andere Wendung genommen. Aber man merkt schon, solange man bei sich selbst bleibt, wird das nichts. Also Wissenschaftler und Wissenschaftlerinnen wissen halt, dass sie selber auf einem Kongress oder in einer Veröffentlichung vertreten sollten, was sie eben als Messergebnisse erzielt haben. Aber wenn jemand anders sagt hör mal, das hast du gut gemacht, die Messung war auch okay, wir haben jetzt aber eine Zusatzinformation, die die Messung aber ändert oder die Wissenschaft weiterbringt. Dann freuen wir uns. Also wenn zum Beispiel zu mir jemand auf dem Kongress sagt nach meinem Vortrag in der Mark, pass auf, aber hast du mal da und da dran gedacht? Und dann stelle ich fest, da habe ich nicht dran gedacht, dann bedanke ich mich bei der Person, dann freue ich mich. Und das ist eben die Schwierigkeit bei Fehlinformation, Desinformation. Irgendwann rasten viele Menschen ein, sagen dann, okay, ich habe es verstanden, ich möchte, dass die anderen das auch verstehen, weil ich denen helfen möchte und dann ist es vorbei. Aber generell ist diese sich selbst mal rausnehmen in fast allen Lagen kein schlechter Tipp. Also ich weiß nicht, ich glaube, das könnte. Also guck mal, wir haben den Weg aus der Irre. Perfekt. Messen statt denken halt. Messen statt denken ist auch schön. Tja, wollen wir jetzt auf ein anderes Themengebiet schwenken? Gerne, würde ich mal sagen. Das haben wir hier kategorisiert unter Neurodiversität, Autismus, ADHS. Da fragt zum Beispiel die Alexandra wie empfindest du ADHS, Autismus, AuDHD Content in den sozialen Medien, aber auch was im linearen Fernsehen gezeigt wird. Habe ich das richtig ausgesprochen? Ja, ja, klar. Also lineares Fernsehen kenne ich nicht. Ich habe noch nie in meinem Leben Fernseher gehabt, als es noch lineares Fernsehen gab. Ich weiß gar nicht, Ja, gibt es vielleicht immer noch, weiß ich jetzt nicht, aber gibt es noch, gibt es noch, gibt es noch. Also ich hatte noch nie einen Fernseher und so weiter. Das gefällt mir nicht, deswegen kann ich dazu nichts sagen. Aber in den sozialen Medien kriege ich sehr viel davon mit. Ich bin ja Forschungsleiter von so einem Autismusverband, wo wir zuerst mal für Schulkinder rausgekriegt haben, in der größe Studie, die es weltweit jemals gab, was die Schulkinder jetzt eigentlich wirklich im Einzelnen stört. Und zwar im Vergleich zu den neurotypischen. Also wir hatten eine sehr, sehr große Teilnehmergruppe, Teilnehmerinnengruppe von Neurodivergenten, Neurodiversen und dann halt von den Neurotypischen. Deswegen ist das auch so aussagekräftig. Und jetzt machen wir es gerade für Kindertagesstätten. Das dauert immer so ungefähr fünf Jahre, bis die Studien fertig sind. Das ist sehr, sehr viel Aufwand und da kriege ich dann extrem viel sozialen Mediencontent. Bei TikTok gucke ich nicht, da poste ich nur, da lese ich überhaupt nichts und lasse mir nichts einspielen. Aber Insta und auch noch Facebook interessanterweise. Facebook ist tatsächlich in dem Bereich ziemlich gut aufgestellt. Ich weiß nicht, wie das kommt. Und die Contents, die ich bekomme, sind extrem Gut, also ich würde sagen, die Hälfte der Videos, die dann meistens so Quatschvideos sind, das sind meistens Comedians. Es sind ja, also Comedians sind ja fast alle Neurodivergent und die machen dann auch teilweise Witze darüber. Und daher kommen übrigens auch die Depressionen oft bei denen. Die sind gar nicht ursprünglich depressiv, sondern die sind depressiv, weil die sich so fremd und anders und sonderlich und die anderen Leute reagieren so komisch auf einen und so. Da kommen die Depressionen näher. Also deswegen, wenn man da nur die Depression behandelt, hilft das überhaupt nicht, Sondern man muss denen Nee, das liegt daran, dass du halt einfach dein Gehirn ist ein bisschen anders verdrahtet, aber mehr ist das nicht. Und das führt dann auch dazu, dass die Leute oft sehr verwundert sind. Also ich kann gegen den Content nichts sagen und verwende ihn auch. Also wenn ich Vorträge in Schulen mache oder in so Einrichtungen, die einfach so einen Tag lang beschäftigen uns damit. Wir können uns jetzt nicht 365 Tage mit beschäftigen, wir wollen aber eine schöne Schule sein, wo alle sich wohlfühlen, dann nehme ich viel soziale Medien Content, weil der echt gut ist. Und das immer mit so Bildchen. Also ich will mal ein Beispiel sagen, zum Beispiel, es gibt es gibt so einen Neurodivergenten Umbrella, dann ist da so ein Regenschirm dargestellt und da steht alles Mögliche drin. Und da sind dann auch noch andere Sachen drin, die man so eigentlich gar nicht als Neurodivergent ansehen würde. Zum Beispiel Epilepsie ist da drin oder noch viele andere Sachen oder Schizophrenie auch, was ich jetzt auch nicht als Neurodivergent ansehen würde, weil das eine sehr schwere psychische Erkrankung ist und das ist bestimmt keine normale Neurodivergenz oder Persönlichkeitsstörung oder so. Aber wenn man dann mal ein bisschen Zeit hat hinterher kann man mit den Leuten drüber reden und sagen, es geht um die Verdrahtung im Gehirn und die ist fest. Also das ist was Echtes, was Messbares. Und so gesehen könnte man diese anderen Sachen, wenn man Lust hat, bei einer nächsten Veranstaltung, könnte man da auch mal was zu sagen. Also ich mag die sozialen Medien Content, OK. Die Alexandra hatte auch noch geschrieben, dass sie das immer sehr anstrengend findet auf Konzerten, einfach wegen der Enge und viele Menschen um sie rum und so. Und sie würde sich immer wünschen, dass sie quasi auch einfach mit ihrer Diagnose in diesen Bereich dürfte, wo die Rollstuhlfahrer sind, weil da einfach mehr Platz ist. Es ist natürlich immer schwierig, weil man outet sich natürlich dann auch gegenüber völlig unbekannten Leuten. Aber wäre das nicht vielleicht auch ein Weg, dass man die Leute da, wenn sie wollen, da einfach mit dazu reinlässt, sozusagen in diese Bereiche? Ich fände es super, weil ich finde die Idee großartig, muss ich sagen. Die Frage ist nur, wie man es. Also macht es Sinn wahrscheinlich, oder? Ja, ja, total. Das geht. Das ist überhaupt kein Problem. Also nach UN Menschenrechtskonvention oder wenn man so will, nach UN Behindertenstadt Statuen ist das so, dass wenn du halt eine Behinderung hast, dann daher gibt es ja auch diese Rollstuhlplätze und Rollstuhlorte und so weiter, Dann muss dafür gesorgt werden, dass die Menschen an dem normalen Leben teilhaben können. Dazu zählen auch die Konzerte und so. Und es ist tatsächlich so wie du. Ja, aber du hast schon richtig angedeutet, die meisten holen sich den Ausweis nicht gerne ab. Also wenn man die Diagnose hat, kann man sich den Ausweis abholen und dann hat man auch eine Schwerbehinderung. Das zählt als Schwerbehinderung. Das ist nicht glücklich, aber es ist immer noch besser als gar nicht. Also im Grunde genommen, wenn du tief im Spektrum bist, hast du natürlich tatsächlich eine schwere Behinderung. Wenn du nicht so tief drin bist, brauchst du einfach nur genügend Ruheräume und darfst nicht so viel pro Tag erledigen. Mehr ist es aber gar nicht. Aber das ist eigentlich kein Problem. Also ich denke, wenn man sich den Ausweis holt und dann dem Veranstalter Bescheid sagt, also ich mache ja auch viele Vorträge und so, ich habe noch nie in meinem Leben erlebt. Das ist eine der Sachen. Also Veranstalter können ja auch manchmal, der Chris hat das ja so ein bisschen humorvoll gesagt mit dem Kapitalismus vorhin, aber ich kenne auch richtig knallharte Kapitalisten als Veranstalter. Also wirklich, die haben, die sind nicht menschenfreundlich. Also wirklich nicht. Die tun zwar so, sind sie aber nicht. Aber selbst die würden immer erlauben, dass Menschen mit einem Schwerbehindertenausweis dann eben in die entsprechenden Bereiche dürfen. Also da, das liegt wirklich dann an den Angehörigen oder an den Autisten, Autistinnen hauptsächlich, weil bei ADHS ist das immer noch so eine Sache oder ADS, da ist das noch ein bisschen anders manchmal mit dem Behindertenausweis. Aber das ist wirklich kein Problem, da müsst ihr nur jemand fragen. Also wenn ihr selber nicht mit den Veranstaltern, Veranstalterinnen reden wolltet oder wollt, übrigens nicht Event Team, Event Team ist kein Veranstalter, sondern ihr müsst rauskriegen, wer der echte Veranstalter ist. Die sagen immer, ja wirklich, ich habe in meinem gesamten Leben noch nie erlebt, dass bei Behindertensachen Veranstalter Nein gesagt hat. Ja klar, die Sache ist natürlich nur die, wenn jemand eben keinen Ausweis hat oder so, dann wird es natürlich irgendwie auch schwierig, weil ansonsten machst du ja den Bereich dann einfach voll mit Leuten, die einfach ein bisschen mehr Platz haben wollen. Das ist halt so schwierig. Also ich glaube halt diese, sagen wir mal, dieser Ausweis müsste dann schon irgendwie sein, damit man es irgendwie nachvollziehen kann. Also bei uns ist es so, dass schreiben, wenn die Leute im Vorfeld eines Konzertes sich fragen, wie es quasi, also jetzt sag jetzt mal so Rollstuhlfahrer oder so, die schreiben dann auch im Zweifelsfall einfach uns an und wir leiten es dann an die richtigen Stellen weiter. Also wer da irgendwie so eine Frage hat, also bei unseren Konzerten einfach auch uns anschreiben. Wir haben so ein Kontaktformular auf unserer Webseite, da kann man uns kontaktieren und wir leiten das dann schon an die richtigen Leute weiter und bleiben dann auch dran, dass jeder eine Antwort bekommt und jeder im Vorfeld weiß, wie die Situation ist bei jedem Konzert. Aber ich finde es eigentlich gut, dass, also ich fände es gut, dass es nicht nur auf Rollstuhlfahrer beschränkt wäre, sondern einfach auf alle Leute, die halt einfach Schwierigkeiten haben, in dem sehr engen Bereich sich aufzuhalten und so. Also finde ich. Es gibt aber noch einen Trick, muss man ehrlich sagen. Also jetzt gerade reden wir jetzt hauptsächlich von Autisten, Autistinnen, die ADHSler und so weiter, die stört das meistens nicht so stark. Also ein Trick ist aber auch einer, der ist dann Selfcare Trick, den muss man halt lernen und ehrlich zu sich selber sein. Du hast halt nur einen Begrenzen, eine begrenzte Menge Energie pro Tag als Autist oder Autistin. Das betrifft auch die Leute mit ME/CFS, die dann überhaupt keine Energie mehr haben, dann nur noch in abgedunkelten Raum liegen und dann sich schon überlegen müssen, ob sie auf die Toilette gehen wollen oder nicht oder eine E Mail schreiben wollen oder nicht. Aber die meisten Autisten, Autistinnen, die jetzt im Gothic Umfeld unterwegs sind, da haben wir ja ultra, ultra, ultra viele Neurodivergente, die können auch einfach ihre Energie sparen. Und ich kenne super viele von Anfang an, seit ich bei meinem ersten Festival war, beim ersten Gothic Festival, die aus sich heraus, ohne Diagnose, ohne Ausweis, ohne irgendwas, die einfach immer zu meiner völligen Verwunderung waren, die beim besten Festival, wo eine geile Band nach der anderen gespielt hat, die haben gesagt, ich gehe aber nur zu zwei Bands, bleibe aber auf dem Festival und sitze da mit meinen Freunden auf der Wiese. Das fand ich immer total rätselhaft. Hä, wieso fahrt ihr denn zum Festival? Ja, weil das ist für uns angenehmer und ich verstehe deine Frage nicht. Und das hat ein paar Jahre gedauert, bis ich es gerafft habe. Also deswegen beides geht. Also Bands anschreiben und solche Zonen schaffen, ist klar, aber auch einfach sich nicht selbst, so wie beim Sport oder so. Also wie gesagt, nicht, dass ich schon mal Sport gemacht hätte, aber ich habe also gehört, also ernst gemeint, dass man, wenn man halt zu viel Sport macht oder so, dass das dann halt auch total schlecht ist und mehr ist es nicht. Und ich denke, die meisten Menschen wissen das sowieso von sich selbst, dass sie überfordert oder überlastet sind durch zu viel. Und man darf ja auch nicht vergessen, dass für viele, deswegen seid ihr, also ihr, gerade ihr beide seid auch perfekte Beispiele dafür, weil er halt so nah an den Fans dran seid oder euch die Fans einfach auch so lieben. So, also beides, jetzt unabhängig davon, ob ihr nah dran seid oder nicht, ihr seid für die Fans auch eine Stütze. Das heißt, wenn die zu euren Konzerten gehen, dann gehen die auf jeden Fall gestützt und wie soll ich das sagen, fester und erfreuter und glücklicher raus als vorher. Und dann stört die das auch nicht, wenn die dann auch mal in der Menge stehen. Also wenn es dann jetzt sozusagen die Band ist, wo sie auch relativ genau wissen, wer kommt wann, wie ist die Musik, wo kann man reingehen, wo kann man rausgehen, was sehr häufig eine Frage bei den Autisten ist, wie lange dauert das und solche Sachen. Und wenn die das ungefähr abschätzen können, geht das. Ein schönes Beispiel war bei Kiffness, das ist so einer, den kennt ihr vielleicht von TikTok und so weiter, der macht immer ursprünglich Aus Katzensounds macht er so Lieder und da war auch, also drei Viertel der Leute waren Neurodiver kennt auf der Veranstaltung und da hat man das auch deutlich gemerkt. Also die sind dann auch einfach rausgegangen oder haben sich, weil sich auf bestimmte Lieder gefreut haben, haben sie dann eben genau diese Lieder sich angeguckt, wenn das halt irgendwie ging. Und da war so ein Hof durch Zufall davor, da konnte man auch wirklich gut rein und rausgehen, weil es nicht so super dicht gepackt war. Hier, das war in derselben Halle, wo du gespielt hast in Köln, da war das und da. Also man muss das jetzt nicht immer sozusagen so technisch oder bürokratisch oder über Rechte oder sowas lösen, sondern kann sehr, sehr, sehr oft das auch machen. Die Ines, meine Frau, die ist ja auch Autistin, die kann das auch wunderbar, die kann das ganz genau einschätzen und ich wundere mich dann oft, dann sagt die, ich gehe jetzt also wirklich von einer Sekunde auf die andere und dann denkt man halt, ach du liebes bisschen, ist sie jetzt beleidigt oder traurig oder hat jemand was Falsches gesagt oder hat jemand Bier über den Arm gegossen, weil sie hasst Bier und so weiter. Aber nichts dergleichen. Immer nur, dass sie weiß, jetzt noch 10 Minuten und dann liege ich einen Tag im Bett. Ja klar. Ja, das ist aber natürlich auch wichtig dann darauf zu hören, wenn man es schon so einschätzen kann, sich selbst irgendwie können ja wahrscheinlich auch gerade, das muss man ja auch wahrscheinlich lange lernen irgendwie um zu wissen, um seine Grenzen da genau zu kennen und so und sich dann noch danach zu richten oder denke ich, klar. Aber im Gothic Bereich ist es halt so, das ist die einzige Subkultur, die ich kenne ohne Blabla. Ich will das auch nicht beschönigen. Es gibt auch bestimmt unter Gothics gibt es bestimmt auch alle möglichen Spannungen und Rumgebitsche und weiß was ich was. Aber ich kenne keine Subkultur, die so akzeptierend ist. Also nicht tolerant. Tolerant ist noch was anderes. Tolerieren kannst du viel, aber die wirklich akzeptierend ist und deswegen, wenn neurodivergente Leute im Gothic Umfeld unterwegs sind, sind, das ist die beste Umgebung, wo man üben kann, sich selbst einzuschätzen und zu sagen, okay, das ist zu viel, das ist zu wenig, das halte ich aus, das halte ich nicht aus. Also wer es im Gothic Umfeld nicht schafft, der wird Probleme kriegen auf jeden Fall. Okay, wollen wir. Zum Schluss gibt es noch von der Anna zwei Fragen an uns alle drei, die wir alle drei beantworten können sollen. Und zwar wäre das, hat ein Fan schon mal etwas über deine Arbeit gesagt, dass dich echt überrascht hat oder das bei dir hängengeblieben ist? Fangt ihr ruhig an über die Arbeit, also in dem Sinne über unsere, also über meine Musik zum Beispiel, genau, über dich zu machen. Ja, was heißt überrascht? Also ich meine, ja, wir sprechen ja hier viel von der Gothic Szene und von dieser Subkultur, wo man auch generell viel offener mit seinen ganzen Problemen meiner Ansicht nach umgeht und wo man eben auch wirklich Sachen zu hören kriegt, wo man sagt, boah krass, also ich kann mir jetzt nicht vorstellen, dass das, keine Ahnung, irgend so ein Popstar, der da oben sitzt, sowas überhaupt lesen würde, wenn der eine E Mail kriegt. Also da habe ich schon viele Sachen gehört, wenn es wirklich darum ging, so richtig, also jetzt nicht nur so dahergesagt, sondern ey, du hast mein Leben gerettet, wo ich ja na klar, music saved my life und so weiter, sagt man ja mal so, aber wo man dann wirklich gesagt hat, du pass auf, ich hab halt mal versucht mich umzubringen und bin dann auch schon dementsprechend ins Wasser der Badewanne gerutscht und habe schon nichts mehr mitgekriegt und dann lief irgendwie Krieger von dir und warum auch immer bin ich halt wieder aufgetaucht oder habe es halt nicht zu Ende gebracht oder mein Körper, mein Geist, meine Seele hat mich daran gehindert, quasi das Leben zu beenden und danach habe ich gedacht, ne, war die falsche Entscheidung. Also wenn ich sowas lese oder höre, was jetzt in diesem detaillierten Fall, glaube ich, ein zweimal vorgekommen ist, das bleibt natürlich super hängen. Also da weiß man auch gar nicht, was man sagen soll. Man fühlt sich natürlich geehrt, so, haha, na toll, wegen meiner Musik, ne, so meine ich das nicht, sondern das ist schon krass, wenn man dann gesagt bekommt, was die Arbeit oder in dem Fall eben die Musik, was das für eine Wirkung auf Menschen haben kann, die wirklich lebensentscheidend irgendwie sind und solche Sachen. Also die bleiben bei mir immer hängen Und so in diese Richtung gehen, habe ich da schon viel von unseren Fans tatsächlich gehört. Ja, das ist bei mir eigentlich ganz genauso. Ich würde jetzt auch, ich hätte jetzt kein so wirklich konkretes Beispiel, was ich nennen könnte, ohne die Leute öffentlich zu machen. Und ich glaube, das würden die nicht gerne wollen, aber es geht genau in dieselbe Richtung. Und das finde ich auch immer Wahnsinn, wenn man irgendwie, ich meine, klar, man denkt sich natürlich auch immer so seinen Teil, wenn man Songs schreibt und so, aber ja, also wenn man dann irgendwie die Auswirkungen, die es auf Leute tatsächlich hat, mitbekommt, finde ich das immer unglaublich irre eigentlich, was Musik bewirken kann oder Zusammenspiel von Musik und Text oder so und wie viel Impact teilweise auf Leute hat. Also das ist unfassbar. Also da passiert wirklich immer relativ viel und das finde ich wirklich krass. Also auch so, wenn, wenn du dann siehst, dass Leute sich so Textzeilen tätowieren oder so von einem, die ihnen halt so viel bedeuten, weil ihnen das irgendwie, weiß ich nicht, das Leben gerettet hat oder keine Ahnung, irgendwie über eine richtig beschissene Zeit drüber geholfen hat oder so, das finde ich immer so krass, weil die opfern einem quasi ein Stück von ihrem Körper, von dem wichtigsten Organ, was sie haben, der Haut irgendwie. Das finde ich Wahnsinn. Also sowas ganz genau. Ja, ich glaube, das ist bei mir ein bisschen anders, weil viele bei uns ja im kriminalistischen Bereich sind wir ja so Service Dienstleister, Ihr seid ja keine Service Dienstleister, sondern ihr seid ja von vornherein Künstler. Und das wird glaube ich, ganz anders eingeordnet. Bei uns ist eher so, würde ich mal sagen, auf die lange Sicht. Also es gibt zwei Bereiche, also im Bereich der Umweltvorträge kriege ich sehr viel von Jüngeren auf der Bahnhof oder so, die laufen einfach vorbei und der Ines auch, die sagen dann so, danke für eure Arbeit und wir wissen aber jetzt gar nicht, was sie genau meinen. Aber wenn die Ines dabei ist, dann können wir uns so vorstellen, das kann eigentlich nur Umwelt oder Autismus oder Neurodivergenz oder Neurovielfalt sein. Da kann man das so ein bisschen einordnen, aber oft wissen wir die Einzelheiten nicht so genau. Deswegen freut mich das sehr. Es gibt aber eine andere Sache, weil du das gerade gesagt hast mit den Tätowierungen. Sven ich habe ja auch Chris Autogramm, ich war auf ehrlich sagen, das ist ja so, dass wir haben eine Gruppe, die hat sich durch Zufall so gebildet, weil Leute angefangen haben, irgendwelche zum Beispiel mein Firmenlogo oder eine Fledermaus, die ich gezeichnet habe oder so aufzutätowieren. Und daraus ist so Community entstanden, die heißen die Markierten. Hahaha. Also sie haben Markierungen und Mark ist ja mein Vorname und mit denen habe ich eigentlich gar nicht so super viel Berührung oder so. Also es gibt jetzt nicht so Fantreffen oder Meet and Greets oder so. Wir haben einmal in der ganzen Zeit, das gibt es schon sehr, sehr lange, haben wir uns mal in irgendeinem Hof, gartenartigen Hof von einem Restaurant getroffen und so. Aber ich will nicht so, wie der Christus von geschildert hat bei Meet and Greet, ich will dann auch nicht so der Entertainer oder sowas sein, sondern mich interessiert eigentlich eher so, ob die sich jetzt untereinander kennen und wie die sich austauschen, was zu deren Themen sind. Und das ist für mich manchmal so ein kleiner Leitstern, würde ich eher sagen, dass sie dann, ohne dass sie groß was sagen, aber die haben sich jetzt alle irgendwas von mir auftätowiert, das sind ja Tausende und die machen immer so nette Sachen. Also wenn die was gemeinsam machen mal, die kennen sich natürlich auch nicht alle untereinander, dann spenden die immer ausschließlich spenden die irgendwie. Also ich signiere dann Sachen für die und schenke die denen immer und dann manchmal versteigern die die oder verlosen die oder verschenken sie auch oder so. Und das sind immer wirklich, wirklich die coolsten sozialen Zwecke. Also ich will das jetzt nicht aufzählen, aber das finde ich total abgefahren, wie sich, ohne dass ich das jemals gesagt habe, das war überhaupt nicht meine Idee, nichts, Also ich mische mich da 0,000 ein, sind das einfach so soziale Leute. Und das hat auf mich so ein bisschen zurückgespiegelt, weil ich das niemals gedacht hätte, weil ich bin ja eher so, wie ich sage halt immer Ärmel hoch und durch und hab mit Gefühlen und so weiter wenig zu tun, weil ich immer sage, okay, entweder wir lösen das Problem oder wir lassen es bleiben, dass das trotzdem so eine soziale Wolke gebildet hat. Und da denke ich mir dann, okay Mark, dann verhalte dich auch so. Also wenn du diese Wirkung schon mal nach außen entfalten konntest, dann mach jetzt aber auch keine Scheiße. Also es ist eher ein bisschen anders als bei euch. Also da ist wieder dieses Hin und her schwappen, von dem ich schon mehrmals gesprochen habe, das spielt da eher noch Rolle. Ich war am Anfang total verwundert. Also ich habe da jede Menge Fragezeichen über dem Kopf, aber es ist trotzdem ja angenehm zu wissen, dass es wie bei euch eben, dass ihr da auch bis hin zu Lebensrettung oder es kann ja auch was anderes sein, dass eine Trennung dann besser durchstanden wird und vieles, vieles mehr Lebensentscheidungen getroffen werden durch eure ungewollte Leitung oder Anleitung oder dadurch, dass ihr es vormacht. Und das durchwebt eher so meinen Alltag, dass ich immer so denke, egal wie viel sich Menschen unsozial, unfreundlich und unnötig brutal in sozialer Weise oder auch körperlicher Weise verhalten, es gibt dieses Netz von sehr stillen, sehr ruhigen, sehr freundlichen Menschen, die in dem häufig auch sehr kleinen Rahmen, den die haben, einfach was Gutes tun. Also jetzt mal wirklich was Gutes. Also nicht das Blabla Gute, sondern das wirklich freundlich. Und das ist halt mehr, ich weiß, das sind jetzt mehr so mehrere Purzelbäume, aber das ist was, was mir jetzt so einfallen würde dazu. Das ist super. Genau. Dann haben wir eigentlich die letzte Frage für heute jetzt erstmal soweit mal gucken. Das ist auch noch von der Anna und zwar auch zu dem Thema Arbeit oder wie auch immer. Also wenn Leute an deine Arbeit denken und daran, wofür du stehst, was ist die eine Sache, die sie im Gedächtnis behalten sollten? Tatsächlich, was wir vorhin schon besprochen messen, nicht denken. Also das hört sich banal an. Ja, es ist aber im Alltag so oft möglich. Es gibt so viele Situationen, wo ich auch bei Freunden und Freundinnen, wo ich immer denke, das kannst du jetzt echt googeln, das ist jetzt nichts super Schwieriges, wo man dann eine wissenschaftliche, englische, kleingedruckte Fachveröffentlichung lesen muss. Prüf das doch einfach mal schnell. Also gerade so im Alltag. Also ich will jetzt ja nichts Kriminalistisches groß erzählen, sondern was Alltag. Also zum Beispiel, es gibt ja immer einen neuen Ernährungstipp und immer einen neuen Sport Tipp und immer jetzt zum Beispiel gerade seit, weiß ich nicht, wie lange das geht, man soll mehr Proteine essen. Ich so, hä, in dem Essen waren schon immer Eiweiße drin. Jetzt steht auf jedem zweiten Joghurt steht drauf, Protein halte ich nicht so. Ja, was soll denn da sonst drin sein als Eiweiß? Da sind seit der Erfindung von Joghurt sind da nur Eiweiße drin. Ich weiß nicht wovon, hä? Oder solche Sachen. Und das kannst du nicht mal schnell prüfen, weil das kostet dann auch mehr. Gut, da kann man sagen, ich habe genug Geld, Na gut, dann würde ich sagen, ja, aber wenn du jetzt eine Ernährungsumstellung machst oder eine Lebensumstellung oder eben das anderen erzählst oder vor allen Dingen deine Lebenszeit damit unnötig beschäftigst, dann prüf es doch einfach mal schnell. Also das wäre es eigentlich auch schon, weil das häufig total einfach ist und grundsätzliche Lebensveränderungen bewirken kann, finde ich. Bei Musik braucht man nichts prüfen. Da finde ich, da zählt echt nur der Eindruck, die Wirkung. Basta. Da ist es sogar sinnvoll, nichts zu prüfen. Es gibt ja zum Beispiel so jetzt für KI ist es klar, da gibt es das sowieso, aber es gab ja schon ganz lange, gab es ja schon so Studien dazu, wie ist der perfekte Pop Song, wie ist der perfekte Horrorfilm, blablabla und das ist auch bekannt, Aber trotzdem, wenn das nicht das extra hat, was ihr beiden halt auch habt, dann ist das alles nichts wert. Das sieht man jetzt zum Beispiel, könnt ihr auch schneiden, wenn ihr wollt, aber das sieht man jetzt zum Beispiel bei Eisblume. Die hat ja zum Beispiel den fantastischen Song übernommen von einer anderen Band, ich glaube Subway to Sally oder so, Eisblumen. Und ja, und den hat die super gemacht, der ist super. Aber jetzt, dann hat sie ganz lange nichts mehr gemacht und dann hat sie auf TikTok eine riesen Kampagne ausgewalzt, jetzt in letzter Zeit zusammen mit dem Grafen auch. Ich weiß nicht, ob die da miteinander was zu tun haben oder nicht, aber auf jeden Fall, das war gleichzeitig. Und das war so aufdringlich, dass sie die ganze Zeit dann immer wieder gesagt hat, ja, ich bin die von dem Song Eisblume und ich habe eine neue Plattform und kennt ihr noch das Lied Eisblumen und so weiter. Und dann so, ja, ist ja jetzt okay, lass uns doch mal lieber drüber reden, was du sonst so machst. Und wie die Platte damals war, die ja viele Leute dann offenbar nicht so toll fanden. Ich weiß nicht, was da los war. Sie hat auf jeden Fall eine längere Zeit aufgehört und da ist es meiner Auffassung eben ganz anders. Da kannst du prüfen, so viel du willst. Entweder es gefällt dir oder nicht. Basta. Also das wäre jetzt, wenn wir im Podcast zu dritt sind, wäre das, glaube ich, das Einzige, wo wir einen großen grundsätzlichen Unterschied hätten, dass es nicht um den Eindruck geht, der auf einen einwirkt, sondern bei mir geht es im wissenschaftlichen, beruflichen Bereich eben gerade nicht um den Eindruck. Mir ist völlig egal, wer die Klienten sind, wie alt die sind, welche Körperform die haben, ob die neurodivergent sind oder nicht, ob die alt, jung oder sonst was sind, das ist mir vollkommen egal. Entweder haben die eine prüfbare Frage oder ich kann die Frage nicht prüfen. Mehr kann ich nicht anbieten. Das finde ich aber gut, dieses Prüfen statt Denken, das ist echt immer so, wo ich dann, wo ich das schon auf die Musik beziehen kann, weil wenn ich, was ja auch bei uns jetzt gerade sehr, sehr viel ist, diese Hasskommentare irgendwie lese oder so, wo die Leute dann irgendwie sagen, ja, Blutengel machen doch hier sowieso nur diesen Schlager und sonst was. Und wo ich sage, ja, aber ganz ehrlich, also wenn du mal prüfst, wir haben uns schon weiterentwickelt, also wir machen jetzt auch teilweise andere Musik als früher und viele Leute denken halt immer Blutengel, jetzt sind die damals ja hier Vampir, Kasperle Theater und so weiter. Ich sage, wenn er da mal prüft, was so die letzten Sachen sind, dann ist es schon ein bisschen anders meiner Ansicht nach. Aber viele haben halt die vorgefertigte Meinung und sagen, nö, ich denke, das ist scheiße, was die da machen, so wie immer. Und da wünsch ich mir auch manchmal, dass die Leute einem wenigstens die Chance geben, da mal reinzuhören zu ach so, ihr macht ein bisschen was anderes, gefällt mir zwar immer noch nicht, aber es ist anders. Also selbst da kann man schon mal prüfen, wenn man das wollen würde, Aber letzten Endes nicht nur Kämpfer auch, ne, wirklich, da hast du recht, das stimmt. Das könnte man wirklich mal prüfen und dann auf sich das mal wirken lassen. Aber ich meine, du bist ja noch jemand, Chris, du machst ja auch noch lustige Snappy Kommentare zu den Leuten. Ich erinnere mich neulich an den Pimmel Kommentar, den ich sehr lustig fand. Also. Ja, da hat irgendeiner gesagt, irgendwie nichts funktioniert oder keine Ahnung, ich bin irgendwie eine Pimmelfehlung und Haare falsch, Gesicht falsch und so weiter, alles nicht mehr echt. Und ich habe halt runter geschrieben, ja, aber der Pimmel ist halt noch echt Und ich finde, das finde ich aber auch gut. Plus ich wünsche, dass ihr weiter das Vampirtheater macht, das möchte ich mir wünschen. Also auch ein Wunsch, den wir mal aufnehmen sollten. Genau, nehmt das mal auf. Ja, cool. Na gut, dann würde ich sagen, guck mal, da haben wir doch persönliche Ende gefunden hier. Ganz nett und ganz positiv mit Lachen und so schön, freut mich, so deprimierend schön. Das gefällt mir. Wir tanzen durch die glitzernden, tiefgrauen und schwarzen Töne mit einem Lächeln immer. Das machen wir doch immer so herrlich. Beste, was man machen kann. Lieber Mark, vielen lieben Dank, dass du dir wahnsinnig viel Zeit genommen hast für uns. Wir sehen uns dieses Jahr wahrscheinlich beim WGT und beim Amphi. Also wir beide zumindest. Ich weiß nicht, wann ihr euch wieder seht, Chris und du, Das weiß ich auch noch nicht. Also zumindest nicht beim WGT. Wir haben uns letztens erst gesehen, aber falls der Mark zufälligerweise am 12. September. Jetzt kommt, Werbung bei unserem einzigen Konzert, was wir tatsächlich dieses Jahr machen in Klaffenbach im Wasserschloss Klaffenbach in Chemnitz mal dabei sein möchte, dann würden wir uns da sehen. Ich darf auch noch empfehlen, ich habe im Laufe der Jahre oder Jahrzehnte, Jahre, Jahrzehnte, habe ich mit Chris auch einige lustige Interviews gemacht, die ihr bei YouTube finden könnt. Da könnt ihr auch unsere äußere, also äußerlich sehen wir auch dann sehr unterschiedlich aus. Könnt ihr euch auch gerne mal angucken. Sehr schön, cool. Schön. Dann sehen wir uns zu Pfingsten und vielen Dank nochmal und ja, habt eine schöne Zeit bis dahin, ne? Würde ich sagen. Genau, mach's gut. Bis dann. Ciao. Bin ich jetzt noch raus? Moment, wir müssen warten. Chris. Chris verbindet sich neu. Moment, stimmt ja, ich sehe gerade, hatte eine schlechte Verbindung. Offensichtlich soll er sein Geld von den Meet Greets lieber mal in die Internetverbindung stellen. Sprich, warte mal, ich muss mal gerade zum Paketboten. Na klar, ich bin der Einzige im Haus. Ich muss Pakete für alle Nachbarn annehmen, wie sich das gehört.